Dem Müll auf der Spur: SPD will Arbeit des ZfA-Mülldetektivs vorstellen
Der Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA) kümmert sich nicht nur darum, illegal abgelagerten Müll zu beseitigen. Er versucht auch herauszufinden, wer ihn dort abgeladen hat. Denn wenn die Verursacher ermittelt werden können, können ihnen auch die entstandenen Kosten in Rechnung gestellt werden. Das entlastet die Gemeinschaft der Gebührenzahlenden im gesamten Verbandsgebiet.
Wie weit diese Arbeit geht, zeigt ein aktueller Fall aus Menden. Dort konnte ein Mitarbeiter des ZfA anhand von Fundstücken die Verantwortlichen für umfangreiche illegale Müllablagerungen ermitteln. Als sogenannter „Mülldetektiv“ geht er Hinweisen nach, die Rückschlüsse auf die Herkunft des Mülls ermöglichen.
Die Suche nach solchen Hinweisen gehört aber nicht allein zu seiner Arbeit. Auch die Einsatzteams des ZfA achten bei der Beseitigung illegaler Ablagerungen darauf, ob sich Anhaltspunkte für die Verursacher finden lassen. Hinter der Müllbeseitigung steckt damit mehr, als im Alltag sichtbar ist: Ablagerungen werden beseitigt, Fundstellen und Hinweise dokumentiert und Erkenntnisse weiterverfolgt.
Wir möchten diese Arbeit auch in Iserlohn sichtbarer machen. Deshalb beantragen wir, den ZfA zu einer der kommenden Sitzungen des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz einzuladen.
Dort soll der ZfA seine Arbeit im Iserlohner Stadtgebiet vorstellen. Uns interessiert insbesondere, wie der „Mülldetektiv“ eingesetzt wird, wie häufig Verursacher ermittelt werden können und welche Kosten ihnen in Rechnung gestellt werden. Außerdem möchten wir erfahren, wo in Iserlohn Schwerpunkte illegaler Ablagerungen liegen und wie die Zusammenarbeit mit der Stadt und den zuständigen Behörden funktioniert.
Damit wollen wir zugleich den Blick auf die Beschäftigten richten, die diese Arbeit jeden Tag leisten. Sie sorgen nicht nur dafür, dass illegal abgelagerter Müll verschwindet. Sie dokumentieren Fundstellen, sichern Hinweise und tragen dazu bei, dass möglichst diejenigen für die Kosten aufkommen, die sie verursacht haben. Diese häufig wenig sichtbare Arbeit wollen wir im Ausschuss vorstellen und würdigen.