SPD-Letmathe

Veranstaltungen 2015


Brandt- Plakette für Michael Scheffler

Dagmar Freitag, Martina Matner- Kißler, Walter- Borjans,Hanna Schulze, Michael Scheffler und Gordan Dudas

Michael Scheffler stand im Mittelpunkt des SPD- Unterbezirksparteitags mit Minister Walter- Borjans im Saalbau

Foto: J. Wronski

Letmathe. Samstag, den 21.11.2015

Michael Scheffler, seit 25 Jahren Unterbezirksvorsitzender der SPD, und Rainer Schmidt sind beim Unterbezirksparteitag in Letmathe mit der höchsten Auszeichnung der Partei geehrt worden.

Als „Anschlag auf unsere offene Gesellschaft und Demokratie in Europa“ bezeichnete SPD- Landtagsabgeordneter Michael Scheffler den Terror aus Paris. Zu Beginn des Parteitages im renovierten Letmather Saalbau legten die 66 Delegierten des SPD- Unterbezirks am Donnerstagabend zunächst eine Schweigeminute ein. Scheffler, Vorsitzender des Unterbezirks, erinnerte auch an die Iserlohner Städtefreundschaft mit Auchel: „Wir stehen auf der Seite unserer Freunde und werden einstehen für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.“
Verantwortung für die Integration der Flüchtlinge

NRW- Wirtschaftsminister Dr. Norbert Walter- Borjans betonte beim Parteitag die Solidarität und Verantwortung für die Betroffenen, auch mit Blick auf die Flüchtlinge, die vor den Terroristen geflohen seien. Es gelte alles für deren Integration zu tun. In Brüssel und Paris sei das nicht gelungen. Der Finanzminister machte deutlich, dass diese Aufgaben sehr viel Geld kosten werden, in Kommunen, auf Landes- und Bundesebene. Die Umsetzung sei eine riesige Herausforderung. Er machte auch deutlich: „Planbar ist das öffentliche Finanzwesen nicht. Alles was man an Plänen geschmiedet hat, wird auf die Probe gestellt.“ Er sprach von einer unfairen Lastenverteilung angesichts der Ausgaben für Flüchtlinge, der Bund müsse noch stärker in die Pflicht genommen werden.

Der Unterbezirk Märkischer Kreis sprach sich ebenfalls für eine solidarische Finanzierung der Kosten für die Aufnahme von Flüchtlingen aus. Der Bund und das Land werden aufgefordert, sämtliche Kosten der Kommunen, die im Rahmen flüchtlingspolitischer Aufgaben entstehen, zu übernehmen. Der Parteitag, an dem auch die heimischen Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag und Petra Krone sowie die Landtagsabgeordneten Inge Blask und Georg Dudas teilnahmen, forderte, dass der Bund für die Bereitstellung finanzieller Mittel Sorge zu tragen hat.

Finanzminister Dr. Norbert Walter- Borjans verwies auf wichtige Investitionen des Landes in eine gute Infrastruktur, Sicherheit, Personal bei Polizei, Schulen, Kindergärten, Straßen und Gebäuden. Er setzt auf einen Länderfinanzausgleich bis 2020, verwies auch auf Ungerechtigkeiten zwischen den östlichen Bundesländern und Bayern und forderte eine Gerechtigkeitsdebatte. Er forderte auf europäischer Ebene Anstrengungen, dem Treiben der Steuerflüchtlinge ein Ende zu setzen, die dem Land große Schäden zufügen. Die durch Steuertricksereien in Steueroasen geschleusten Milliarden würden für die Leistungsfähigikeit der Gesellschaft benötigt.

Große Lebensleistung des Staatsmannes gewürdigt

Die Genossen gedachten auch des verstorbenen Helmut Schmidt, für den ein Kondolenzbuch auslag. Scheffler würdigte die große Lebensleistung des Sozialdemokraten und Staatsmanns.

Michael Scheffler (Oestrich) und Rainer Schmidt (Meinerzhagen) erhielten die Willi- Brandt- Plakette, die höchste Auszeichnung der SPD. Bundestagsabgeordnete Petra Krone nannte Michael Scheffler „einen lieben Chef“, der seit 44 Jahren SPD- Mitglied, seit 15 Jahren Mitglied des Landtages und seit 25 Jahren Vorsitzender des Unterbezirks ist. Sein Stellvertreter im Unterbezirksvorstand, der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas, lobte neben Schefflers trockenem Humor dessen verlässliche, zweckmäßige und nachhaltige Arbeit: „Er weiß immer, wohin man gehen muss, um Erfolg zu erzielen.“ Mit einem Reisegutschein und Blumen für seine Frau Helma bedankten sich die Genossen für sein Engagement. Der sichtlich bewegte Michael Scheffler freute sich: „Schön, dass die Arbeit anerkannt wird.“ Er habe viele Bundesvorsitzende erlebt und sorge für Kontinuität: „Das was ich machen kann, ist kein Selbstzweck. Mein Vater war bei Hoesch, von ihm habe ich die Bodenhaftung, das erdet.“ Rainer Schmidt engagiert sich seit 25 Jahren in der Vorstandsarbeit, davon 21 Jahre als Vorsitzender des Ortsvereins Meinerzhagen.

Die Iserlohner Stadtverbandsvorsitzende Hanna Schulze lobte die neue Lenne- Promenade als wunderbare Freizeit- und Erholungszone und den neuen Treffpunkt Bahnsteig 24 am Bahnhof.

Text und Bild: IKZ


Besichtigtigung des Bürgersaals im Saalbau

Letmathe, den 22.10.2015

Der SPD Ortsverein Letmathe besichtigte heute den Bürgersaal im Saalbau.
Etwa 3 Monate dauerte die Sanierung. Die Decke ist neu gestaltet, der Fußboden hat einen neuen Belag, die Türen wurden edel verkleidet.
LED Lampen sorgen für besondere Atmosphäre. Hier wurde vom Architekten Herrn Göcking alles bedacht. Ein Saal für Events, Fachtagungen, Familienfeiern, oder auch den bewährten Tanztee. Das ebenfalls sanierte Foyer ist dem Saal angepasst. In Kürze kann der Saal wieder genutzt werden.
Mit dabei der Landtagsabgeordnete Michael Scheffler.


Mitgliederversammlung SPD OV.- Letmathe

21.10.2015 Erster Tag der neuen Amtszeit von unserem Bürgermeister der Stadt Iserlohn Dr. Peter Paul Ahrens.
An diesem Tag zu Gast bei der Mitgliederversammlung vom SPD OV.- Letmathe.
Die Mitglieder gratulieren ganz herzlich zur Wiederwahl.
Es referierte an diesem Abend zum Thema" Deutschland im Wandel" Prof. Dr. Martin Kißler. Es folgte eine rege Diskussion.
Dem Ehrenvorsitzenden Lutz Malaschöwski wurde nachträglich zum Geburtstag gratuliert.


Unser alter und neuer Bürgermeister 2015           Dr. Peter Paul Ahrens


Viele Künstlergrößen der Behindertenszene zu Gast

Letmathe. 14.07.2015

Der Letmather Bahnhof ist ein Vorbild für gelebte Inklusion im Arbeitsleben. Das hat NRW- Arbeitsminister bei einem Besuch der Einrichtung lobend hervorgehoben.
Ministerbesuch im umgebauten Bahnhof Letmathe. Zehn Herren in Anzug und Krawatte und zwei Damen im „Business- Look“ machen eine stattliche Figur, als sie am Ende ihrer Besichtigung die Räume der Zeitschrift „caput“ betreten. Die Dame, die die Besucher im früheren Wartesaal der 1. Klasse begrüßt, kann nicht so stattlich daherschreiten. Marianna Metta (23) ist durch eine Glasknochenkrankheit behindert, sitzt im Rollstuhl, den Kopf nach hinten gelegt.
Wer sich mit der 23- Jährigen unterhalten möchte, muss sich ein wenig bücken. Das tun die Damen und Herren an diesem Montagvormittag aber gerne und ausgiebig. Denn Marianna Metta ist eine sympathische Gesprächspartnerin. Humorvoll und intelligent.
                      „Die Leute glauben, dass wir die Kaputten sind“

Direkt neben ihr sitzt der hochrangigste der Gäste, Guntram Schneider, NRW- Minister für Arbeit und Soziales. Was er an diesem Vormittag erlebt, ist Inklusion wie sie besser kaum gelebt werden kann. Die volle Teilhabe von Behinderten am gesellschaftlichen Leben.
„Caput“, heißt die Zeitschrift, die hier herausgegeben und bundesweit vertrieben wird, wie Metta berichtet. Fott, frech und mutig werden weit über das Thema Behinderung hinaus heiße Eisen in Politik und Gesellschaft angefasst.
Der Titel der Zeitschrift ist doppeldeutig. „Die Leute glauben ,wir sind die Kaputten“, sagt Marianna Metta mit fröhlichem Grinsen. Dabei kommt „caput“ aus dem Lateinischen und heißt „Kopf“.
Wie viel Grips in den Köpfen der körperlich Behinderten sitzt, zeigt nicht nur das Beispiel von Redakteurin Marianna Metta, die schon erfolgreich mehrere Bücher herausgegeben hat. Der ganze Bahnhof Letmathe ist ein Beispiel für .das, was Behinderte gemeinsam mit Nichtbehinderten leisten können, wenn man sie nur machen lässt. Das täglich von 5.30 bis 21 Uhr (!) betriebene und gut besuchte öffentliche Café mit Bahnsteigterrasse spricht eine ebenso deutliche Sprache wie der Kiosk, an dem bald auch Bahnfakrkarten zu kaufen sein sollen. Darüber hinaus gibt es fast jeden Monat eine künstlerische Veranstaltung mit Autoren, die aus ihren Büchern lesen oder Menschen, die Musik machen.
Viele „Künstler- Größen“ der „Behindertenszene“ sind schon im Letmather Banhof aufgetreten, obwohl der umgebaute Bahnhof erst seit April eröffnet ist und zum neuen wichtigen Teilstandort der Iserlohner Werkstätten geworden ist - mit dem anspruchsvollen Ziel praktisch gelebter Inklusion im Arbeitsleben. „Die 16 Behinderten und ihre Gruppenleiter arbeiten gern hier. Raus aus der eher abgeschiedenen Werkstatt, hinein mitten ins Leben. Der Umgang mit den vielen Besuchern steigert das Selbstbewusstsein“, sagt Christophe Heßling von den Werkstätten.
Minister Schneider jedenfalls war nach allem, was er hier sah und von den Spitzenvertretern der Diakonie Mark- Ruhr sowie der dazugehörigen Iserlohner Werkstätten erfuhr, begeistert. Aus seinem Mund waren immer wieder Komplimente und Erstaunen zu hören: „Vorbildlich“. Inklusion sei eben doch weit mehr, als das was derzeit in den Schulen vor sich gehe. Alle Lebensbereiche, auch Freizeit, Kultur und vor allem die Arbeit müssten davon durchdrungen werden. Auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und der Landtagsabgeordnete Michael Scheffler hörten es gern. Das Wort „kaputt“ war an diesem Vormittag eben nur ein doppelbödiger Scherz.

Text: IKZ 1.Bild Michael Scheffler 2.Bild IKZ