SPD-Letmathe

Veranstaltungen 2013


SPD- Ortsverein Letmathe ehrte bei Frühschoppen langjährige Mitglieder

15.09.2013

Letmathe. Ihr 150- jähriges Bestehen feiert die SPD in diesem Jahr, auf ebenso viele Jahre brachten es zusammen am Sonntag die Jubilare beim heimischen Ortsverein. Adolf Bannehr, Siegfried Sautter und Günter Novitzki sind allesamt den Sozialdemokraten seit nunmehr 50 Jahren treu. Im Rahmen des Frühschoppens, zu dem der Ortsverein in den Gasthof Denninger einlud, wurden die langjährigen Mitglieder ausgezeichnet. Ein herzliches Willkommen galt auch den beiden Ehrengästen: MdB Dagmar Freitag und MdL Michael Scheffler. Da der alljährliche Frühschoppen die Möglichkeit zum Plauschen unter einander bieten soll, wurde auf Reden verzichtet.Zum offiziellen Teil gehörten jedoch die Ehrungen. Günter Novitzki habe laut Wagner einen familiären Bezug zur SPD, da schon sein Vater Mitglied gewesen sei. Novitzki, der am 1. Januar 1963 eintrat, hat sich nie in die erste Reihe gedrängt und agierte viel lieber im Hintergrund. Adolf Bannehr, der ehrenamtlich sehr engagiert ist, ist seit dem 1. September 1963 Mitglied. Herbert Wehner und Willy Brandt zählen zu seinen politischen Vorbildern. Dem Ehrenvorsitzenden der SPD Letmathe, Lutz Malaschöwski, oblag es, die Laudatio auf den dritten Jubilar zu halten. Siegfried Sautter kam über einen Freund zu den Sozialdemokraten. Er habe Höhen und Tiefen in der Partei miterlebt und dabei stets zur Partei gestanden, wenngleich er auch nicht in erste Reihe gearbeitet habe. Der SPD- Ortsverein hat zudem noch drei weitere Jubilare, die jedoch nicht zugegen waren. Seit 25 Jahren ist Karl- Heinz Polszakiwitz Mitglied. Helmut Lubjuhn und Ralf Stockebrand halten beide der SPD seit nunmehr 40 Jahren die Treue.

Text und Bild: IKZ


Singen gehört zur Sozialdemokratie

Mit einem Liederabend mit Klaus und Carola Wahlers im Gewölbekellerließ der Stadtverband der SPD eine alte Tradition wieder aufleben

Letmathe. Mit einem Liederabend im Gewölbekeller hat der SPD- Stadtverband jetzt eine alte Tradition wieder aufleben lassen. „Diese Lieder und das gemeinsame Singen gehören zur sozialdemokratischen Kultur“, sagte der Vorsitzende Dimitrios Axourgos und freute sich als Teil des Jubiläumsprogramms - 150 Jahre SPD, 40 Jahre Stadtverband - , Klaus und Carola Wahlers verpflichtet haben zu können. Denn der pensionierte Lehrer aus Kreuztal und seine Tochter, die selber auch in der Kommunalpolitik aktiv waren bzw. sind, ließen mit humorvollen und spöttischen genauso wie mit ernsten und nachdenklichen Liedern die Geschichte der Sozialdemokratie im 19. und 20. Jahrhundert Revue passieren. „Keiner ist gezwungen mitzusingen, man kann auch einfach nur zuhören", hatte Axourgos zu Beginn noch deutlich gemacht. Doch schon beim ersten Lied „Bet und arbeitet ruft die Welt“,
stimmten die meisten Zuhörer spätestens bei der Zeile „Alle Räder stehen still, wenn der starke Arm es will" kräftig mit ein. „Das wird heute Abend auch nur eine Stunde dauern, länger kann man uns nicht ertragen", hatte zuvor Klaus Wahlers angekündigt mit Blick auf den teils „starken Tobak“ in den Texten: „Die Sprache so voller Pathos ist heute nicht immer so unser Ding. “Viele Lieder seien in der Zeit der Sozialistengesetze zwischen 1878 und 1890 entstanden, ebenso auch viele Gesangsvereine, als die sich die Ortsvereine des praktisch damals verbotenen direkten SPD- Vorgängers, der Sozialistischen Arbeiterpartei, getarnt hätten. Dass auch der heutige SPD- Stadtverband, dem die allermeisten der Zuhörer an dem Abend im Gewölbekeller angehören, sängerisch überzeugen kann, wurde vor allem bei den bekanntesten Liedern „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ und ,Wann wir schreiten Seit' an Seit'" deutlich. „Jetzt müssen wir euch mal applaudieren", zollten Wahlers und seine Tochter dem Publikum Respekt, so auch nach dem 1933 im Konzentrationslager entstandenen Lied von den Moorsoldaten. „Ihr singt wunderbar mit, das ist richtig schön“, freute sich Wahlers, der zum Abschluss anbot, gerne wiederzukommen. Der von ihm ebenfalls gelobte
Gewölbekeller dürfte dafür offenstehen, denn auch der Vorsitzende des Fördervereins Haus Letmathe, Franz- Josef Schlotmann, sang kräftig mit, obwohl er seit über 50 Jahren Mitglied in der CDU ist. „Ich war aber in meiner Jugend Pfadfinder, und viele der Lieder haben wir da auch gesungen.“          tol

Bild:PM Text:IKZ