SPD-Letmathe Presse 2018


Lieferengpässe bringen Baustellen-Zeitpläne durcheinander

Auf Einladung des SPD- Ortsverein Letmathe informierte Stadtbaurat

Thorsten Grote über Fortschritte und Probleme

Foto: Privat

Frank Barthelmes, Martina Matner-Kißler, Michael Scheffler, Hannelore Fleischer und ihre Tochter Eva (von links)

hörten interessiert den Ausführungen von Stadtbaurat Thorsten Grote (dritter von rechts) zu.           Foto: Oliver Bergmann

Letmathe. 01.12.2018

Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Letmathe informierte Stadtbaurat Thorsten Grote über Fortschritte und Probleme.

Grundlegende Informationen zum Sachstand auf der „Baustelle Letmathe“ erhielt der hiesige SPD-Ortsverein am Freitagnachmittag von Stadtbaurat Thorsten Grote. Der beschrieb die Situation an beiden Seiten des Lennedamms kurz und treffend. „Wir finden hier vier Baustellen nebeneinander von drei verschiedenen Firmen vor. Das ist sehr selten.“

Es ist auch nicht selbstverständlich, dass es auf allen Baustellen recht gut voran geht. Die zeitlichen Verzögerungen an der „R-Café“-Baustelle (zwei Wochen) und beim Parkplatz-Bau (wenige Tage) seien bei der Planung berücksichtigt worden. Interessant sind die Gründe, die Grote nannte. „Die Hersteller von Beton-Fertigteilen stehen unter immensem Druck. Sie sind überall stark nachgefragt, gleichzeitig verfügen die Lieferanten über keinerlei Lagerkapazitäten mehr.“ Dieses Dilemma habe sowohl zu den Verzögerung beim „R-Café“-Bau, als auch auf der Parkplatz-Baustelle geführt. Der Parkplatz sollte eigentlich seit gestern genutzt werden können. Lange kann die Freigabe aber nicht mehr auf sich warten lassen. Grote legte sich fest, dass das vor Weihnachten der Fall sein werde, der Heimatzeitung sagte ein Bauarbeiter am Donnerstag, dass nur noch Mutterboden an den Randbereichen aufgeschüttet und die Fugen des Parkplatzes mit Sand verfüllt werden müssten.

Der Bau der eigentlichen Stadtspange hat noch nicht begonnen. Zunächst sind sämtliche Versorgungsleitungen erneuert worden, darunter auch eine gusseiserne Wasserleitung aus den 1960er Jahren. Grote: „Von der wäre garantiert nichts mehr übrig geblieben, wenn später schweres Gerät über den Bereich gerumpelt wäre.“ Anschlüsse für eine Toilette nahe des Spielplatzes wurden ebenfalls berücksichtigt. „Alle Leitungen werden durch ein Unternehmen verlegt, damit so etwas wie am Kuhloweg nicht passiert.“ Auf diese Aussage hatte besonders Hannelore Fleischer gehofft, die in Dröschede beobachtete, dass der dortige Gehweg mehrfach kurz hintereinander aufgerissen und wieder asphaltiert werden musste.

Einen Wandel in der Baubranche registrierte Thorsten Grote auch während der Ausschreibung für den Spielplatz. „Drei Firmen haben Angebote eingereicht. Früher wären es 20 gewesen.“ Das habe zu einem moderaten Preisanstieg von etwa zehn Prozent geführt. Kosten sollte die 1500 Quadratmeter große Anlage der höchsten Kategorie A ursprünglich rund 360 000 Euro. „Andere Kommunen sind von Preissteigerungen von bis zu 40 Prozent betroffen“, erklärte Grote zum Vergleich.

Sperrung der Treppe zur Stadtmitte wohl vom Tisch

Letzter Punkt: die Treppe zwischen Fingerhutsmühle und Hagener Straße. „Aktuell sehe ich keinen Anlass, sie sperren zu müssen“, stellte der Stadtbaurat klar. Im Oktober hatte es ursprünglich geheißen, die wichtige Fußgängerverbindung werde mit Beginn der großen Baumaßnahme gesperrt, zuletzt machte die vage Aussage die Runde, die Treppe werde so lange wie möglich nutzbar gelassen.

Text: IKZ


Frühlingshafter Empfang in Lössel

Von Oliver Bergmann

 Lössel. Die Sonne schickte am Sonntag ihre wohlig-warmen Strahlen nach Lössel, und dank der großen Fensterfront war die Begegnungsstätte von freundlichem Licht durchflutet. Frühlingshafter hätte der Tag nicht beginnen können. Allein dafür klopften die Menschen Stefan Köhler auf die Schulter, hatte er doch für jenen 11. März zum Frühlingsempfang der Lösseler Ortsvereine eingeladen.Was er bei der Planung nicht ahnen konnte: Halb Deutschland liegt krank im Bett, die Grippewelle schwappte auch durch das kleine Bergdorf. Der MGV Eintracht Lössel sah sich deshalb außer Stande, beim Empfang aufzutreten. Zu viele Sänger fielen aus. Die Kinder des örtlichen Kindergartens und der Saatschule blieben verschont. So stand ihren Auftritten nichts im Wege. Während die Kindergartenkinder zur Jahreszeit passende Tänze und Lieder präsentierten, verlasen Kinder der Saatschule Frühlingsgedichte von Hoffmann von Fallersleben.

 

Gäste genießen die Vorteile der wärmeren Jahreszeit

 

Ursprünglicher Hintergedanke der Lösseler war es, durch einen Frühlingsempfang, der engen Taktung der Neujahrsempfänge im gesamten Stadtgebiet aus dem Weg zugehen. Die Vorteile kommen auch beim Büffet zum Tragen. Statt deftigerWinterspeisen gab es Bratwurst vom Grill, Salate und verschiedene Kuchen, Tom Köhler spielte begleitend am Klavier. Man aß draußen und kam miteinander ins Gespräch- nach dem offiziellen Teil, in dessen Mittelpunkt die Grußworte im Namen der Stadt standen, die Vizebürgermeister Thorsten Schick überbrachte. Die wurde durchaus mit Spannung erwartet Denn auch wenn die Lösseler, wie Schick lobte, an einem Ort zu hause sind, den sich andere als Urlaubsziel wählen würden, ist nicht alles Gold, was glänzt.

 Bestes Beispiel: Die Renaturierung des Lösseler Baches. Von der Stadt als Erfolgsprojekt beworben, verfolgen immer mehr Anwohner das Geschehen mit wachsendem Argwohn. Jüngst machte sich Unverständnis über ein Tor breit, das den Menschen den Zutritt zum neuen, asphaltierten Weg, der parallel zum Bachlauf angelegt wurde, versperrt. Schick glättete die Wogen, indem er sagte, dass es nachvollziehbar sei, dass sich die Menschen zu Flüssen und Bächen vor ihren Haustüren hingezogen fühlten und die Nähe suchten. Aber: Der Lösseler Bach sei noch Baustelle, im Sommer soll in einem zweiten Abschnitt weitergebaut werden, und dauerhaft sei der Weg als Zufahrt zum Schmutzwasserkanal vorgesehen, der unterhalb liege. Aber Schick machte Mut: Nach Abschluss der Maßnahme gibt es viel leicht Möglichkeiten, den Bereich freizugeben.“

 Hoffnung besteht außerdem, dass die Begegnungsstätte in naher Zukunft mit neuem Mobiliar ausgestattet, wird. Die bisherigen Tische und Stühle stammen noch aus den 90er Jahren. Ein Kostenvoranschlag über 22300 Euro liegt bereit vor. Der Finanzausschuss entscheidet heute über einen Zuschuss in Höhe von 15300 Euro, den Rest würden die Ortsvereine aus eigenen Mitteln (etwa 6000 Euro) und Spenden (rund 1000 Euro) stemmen wollen.

Text und Bild: IKZ

 

 


Spatenstich macht Oestricher froh

Dr. Peter Paul Ahrens gab zum Baustart des Feuerwehr-Gerätehauses einen aus

 

Jahrelang haben die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Oestrich auf diesen symbolträchtigen Akt warten müssen: den ersten Spatenstich für das neue Gerätehaus.                                                                                                               FOTO: OLIVER BERGMANN

Von Oliver Bergmann

 

Oestrich. „Es ist ein spätes, aber deutliches Zeichen, dass wir den ehrenamtlichen Einsatz für die Allgemeinheit zu schätzen wissen.“ Freude, vielmehr aber Erleichterung schwangen in diesen Worten von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens mit. Er sprach sie am Samstagnachmittag, kurz bevor er gemeinsam mit Christian Braun und Jens Bode von der freiwilligen Feuerwehr Oestrich und Feuerwehr-Chef Jörg Döring seinen Spaten in den Boden an der Stennert stach.

 Es war der symbolische Auftakt zum Bau des neuen Gerätehauses für die Oestricher Feuerwehr. Und der BM hat nicht vergessen, wie lange darum gerungen wurde. Im Jahr 2009 kam die Diskussion auf. „Damals wurde der VfL Wolfsburg Deutscher Meister und Barack Obama zum Präsidenten der USA vereidigt. Amerika hat längst einen neuen Präsidenten, Wolfsburg schwebt in Abstiegsgefahr aber wir sind am Ziel.“

 

Jahrelange Hängepartie ist aus Köpfen noch nicht raus

 

Gut 100 Augenzeugen, interessierte Bürger, Politiker und Abordnungen aus jeder Löschgruppe der Stadt kamen auf die tiefe Wiese, um sich mit den Mitgliedern der Oestricher Wehr zu freuen. Bei einigen hatte der quälend lange Entscheidungsprozess aber Spuren hinterlassen: „Hauptsache, hier entsteht kein zweiter BER“, war zu hören. Das ist vielleicht zu schwarz gemalt, aber die erste Verzögerung ist schon eingetreten. Mit dem Bau des rund eine Million Euro teuren Gerätehauses sollte bereits vor einigen Wochen begonnen werden, dann aber ließ der Winter noch mal seine Muskeln spielen. Löschgruppenführer Christian Braun blickte lieber vorwärts. „Dass es jetzt endlich losgeht, hilft uns sehr, denn wir haben zur Zeit einen großen Zulauf und wissen gar nicht, wo wir unsere Mitglieder unterbringen sollen.“ Der Grillstand ist auf die Dauer keine Lösung. Dort versorgten seine Kameraden die Gäste mit Gratis-Kaltgetränken und Brat wurst - die Kosten übernahm die Stadt.

 

Friedhelm Siegismund freut sich auf das Osterfeuer

 Und noch jemand wirkte erleichtert und froh: Friedhelm Siegismund. Der Vorsitzende des Heimatvereins Ortsring Oestrich erhielt wenige Tage vor dem kleinen Festakt grünes Licht für das Osterfeuer. Zumindest für dieses Jahr ist der Brauch damit gesichert. Unbehandeltes Holz darf auch schon angeliefert werden. Wie es um die Zukunft der Veranstaltung bestellt ist, vermochte er noch nicht zu sagen. ‚wir werden im Gesprächbleiben.“ Der Haken sei, dass das Feuer nur im Abstand von 100 Metern Entfernung zum nächsten Gebäude und von 20 Metern zur nächstgelegenen Hecke abgebrannt werden dürfe.

 Noch vor Jahresfrist soll das teilweise unterkellerte Gebäude bezugsfertig sein. Der Löschgruppe Oestrich gehören aktuell 29 Mitglieder an, im Bestand sind ein Einsatzleitwagen und ein Löschgruppenfahrzeug (LF).

Bild und Text:IKZ