SPD-Letmathe

Presse 2016


Die SPD Fraktion tagt im Café „Bahngleis 42“ in Letmathe

Letmathe,den 26.10.2016

Seit über einem Jahr bieten Menschen mit Beeinträchtigungen, die bei den Iserlohner Werkstätten beschäftigt sind, in den Räumen des historischen Bahnhofgebäudes ein Café an. Ergänzt wird das Angebot durch einen Kiosk, unterschiedliche Kulturveranstaltungen, wie z.B. Kunstaustellungen und durch das Reportage- und Lifestylemagazin „caput“, das ebenfalls ein fester Bestandteil des Gesamtkonzeptes im Letmather Bahnhof ist.

 

 

 

Am vergangenen Montag tagten die Iserlohner Sozialdemokraten im Café und wurden vom Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten Herrn Ossenberg, der sich selber scherzhaft als „Bahnhofswirt“ bezeichnet, herzlich begrüßt. „Das Thema Inklusion wird immer auf den Bereich Schule reduziert, dabei umfasst es das ganze Leben. Eine Behinderung verschwindet nicht mit Ablauf der Schulzeit, da muss es weitergehen mit innovativen Beschäftigungsmodellen, die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen“  stellt er sinngemäß die Idee des beispielhaften Projektes vor. 

 

 

 

Nach anfänglichen Berührungsängsten freut sich das Café heute über zahlreiche Stammgäste, die die Freundlichkeit und das Angebot des Frühstücks- und Café-Betriebes zu schätzen gelernt haben. Auch die Sozialdemokraten sind begeistert von dem Konzept und haben sich häufigere Besuche fest vorgenommen.

 

 

 

„Projekte dieser Art sind von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft, die häufig nur die Behinderung eines Menschen wahrnimmt, aber nicht seine Fähigkeiten erkennt. Inklusion fängt im Kopf an und hier bekommt man die Chance das zu lernen!“ so das Fazit der Sozialdemokraten.

 

 

„Wir unterstützen sie gerne, wenn sie politische Weichenstellung benötigen und wünschen viel Glück bei der Realisierung ihrer weiteren Vorhaben, wie z.B. einer wirkungsvollen Verknüpfung der Stadtteile Genna und Letmathe“ so die  abschließenden Worte des Fraktionsvorsitzenden Dimitrios Axourgos verbunden mit dem Dank für die interessanten Einblicke an dem Abend.


An der Lenne in der Sonne liegen

Letmathe.22.10.2016

Grillen, Sonnen, Baden, Volleyball spielen. Es wäre doch schön, wenn das alles am Lenneufer möglich wäre. Die SPD hat in Genna jetzt die Uferlandschaft durchstreift, um eine geeignete Freizeitfläche zu finden.

Jetzt ein schönes Bad in der Lenne nehmen. Bei grauem Herbsthimmel und zehn Grad Lufttemperatur löste diese Vorstellungam Freitag schauderndes Frösteln aus. Trotzdem durchstreiften am Nachmittag rund 20 Sozialdemokraten die Lenneufer in Genna. Natürlich nicht, um sich in die kalten Fluten zu stürzen, wohl aber, um Ausschau zu halten nach Stellen, die sich als Freizeitfläche oder für einen öffentlichen Badeplatz eignen würden.

Seit dem vorigen Jahr liegt der Stadtverwaltung ein Prüfauftrag vor. Gemeinsam mit der CDU hatte die SPD angeregt, eine Freizeitfläche am Lenneufer anzulegen, wo man eventuell auch schwimmen kann. Da sie bisher wenig Reaktion vernahm, sah sich die SPD veranlasst, das Thema erneut aufzugreifen und „anzugehen.“

 So machten sich Mitglieder des SPD-Ortsvereins und des Stadtverbandsvorstandes am Freitag auf den Weg. Warm angezogen stapften sie durch hohes Gras und streiften auf schmalen Pfaden durch Uferwald und Gebüsch - stets bemüht, nicht auszurutschen oder über Wurzeln zu stolpern. Das erste Besichtigungsziel - die große Wiese zwischen Lennestraße und Umspannwerk - schien besonders gut geeignet, als Freizeitfläche mit Grillplatz zu dienen. Doch der von Dornengebüsch zugewachsene Deich und ein Stacheldrahtzaun versperrten dem Erkundungstrupp den Zugang zum Fluss - gestatteten nicht mal einen Blick aufs Wasser.

 Dann aber ging es unter Führung von Martin Kißler, der die Gegend schon vorher allein erkundet hatte, auf versteckten Pfaden quasi durchs „Unterholz“ hinter dem Umspannwerk. Dort stießen die Sozialdemokraten nicht nur völlig unvermutet auf offenbar von Jugendlichen gegrabene Unterstände und aufgeschüttete Dirt-Bike-Hügel, sondern auch auf reizvolle flache Uferstreifen, die vermutlich schon von vielen als nichtoffizieller Platz zum Sonnen, Grillen und Baden genutzt worden sind.

Auch Ressortleiter Janke vom Reiz der Lenneufer angetan

 „Es gibt an der Lenne Stellen von hoher Aufenthaltsqualität, wo man gerne mal auf einer Liege in der Sonne liegen würde“, resümierte der städtische Ressortleiter Mike Sebastian Janke. Er hatte die SPD-Gruppe begleitet, um sich selbst mal ein Bild von unbekannten Lenne-Abschnitten zu machen. Einerseits war er angenehm überrascht vom Reiz der Landschaft. Andererseits verhehlte er aber nicht, dass die Schaffung einer öffentlichen Freizeitfläche - ob mit oder ohne Grillplatz, Volleyballfeld, Badebereich oder Kiosk - sehr problematisch sei. Es müsste nicht nur geprüft werden, wem die geeignet erscheinenden Flächen gehören und wie es mit Zuwegungen und Parkplätzen aussieht. Auch die Bestimmungen des Wasser- und des Naturschutzes seien zu beachten. „Wir werden noch dieses Jahr zu prüfen beginnen“, versprach Janke. Es sei aber ein langer Weg, bis er Ergebnisse präsentieren könne.

 Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Martina Matner-Kißler will das Thema auf jeden Fall im Auge behalten. Sie hat bereits begonnen, sich über Flussbadeplätze in anderen Städten zu erkundigen.

 

Bild und Text:IKZ Helmut Rauer

 


Dem Denkmal die Ehre erwiesen

Iserlohn.19.10.2016

Irgendwann in ferner Zukunft, vielleicht am 18. Oktober 2116, werden sich wieder Menschen am Eisernen Kreuz versammeln und dann des 300. Jahrestages der Errichtung dieses Denkmals gedenken. Und möglicherweise wird dann der Leiter des Stadtarchivs sowohl an die Hintergründe des Kreuzes erinnern, als auch schildern, wie die Feier zum 200-jährigen Bestehen verlaufen ist.
Dann wird er den Anwesenden erzählen, dass es mit Sicherheit 60, 70 Frauen und Männer gewesen waren, die an der Gedenkstunde am frühen Abend eines schönen Herbsttages teilgenommen haben, dass sich Berndt Schlüter, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Grüner Ortsvereine, sehr über diesen Zuspruch gefreut hat und dass Grünschnittarbeiten des SIH es ermöglicht haben, das Beleuchtete Kreuz auch im Tal sehen zu können. Und wenn der Archivar Humor besitzt, wird er auch davon erzählen, dass man sich aus Rücksicht auf ein Fußballspiel von Borussia Dortmund zur versammelt hat, als es draußen noch hell war.
Stadtarchivar Quaschny über den Hintergrund des Kreuzes

Es war natürlich nicht der einzige Grund. Die AG der Grüner Ortsvereine wollte unbedingt und völlig zu Recht Rico Quaschny dabei haben, der wegen eines Anschlusstermins nur ein begrenztes Zeitfenster hatte. Der Stadtarchivar blickte ausführlich auf die vergangenen 200 Jahre zurück und leistete Basisarbeit: „Anlass für die Errichtung des Denkmals war die Erinnerung an die Befreiungskriege, insbesondere die Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813, die eine grundlegende Entscheidung im Kampf Preußens und seiner Verbündeten im Kampf gegen Napoleon brachte.“ Er erwähnte eben auch die vielen, zum Teil sehr alten Artikel in der Heimatzeitung – so wie das vielleicht viele in der Vergangenheit gemacht haben oder zukünftig noch machen werden.
Unter die Besucher mischten sich auch zwei Gäste aus Bochum: Petra und Dirk Ziesing wären wohl niemandem aufgefallen, wenn sie nicht in der Uniform des 1. Westfälischen Landwehr-Regimentes an der Gedenkstunde teilgenommen hätten. Das Regiment ist legendär, da es an Napoleons entscheidender Niederlage 1815 bei Waterloo beteiligt war.
Bevor Pfarrer Bernhard Röttger ein Gebet sprach und der Marine-Verein Iserlohn mit allen Anwesenden zum Abschluss die Nationalhymne sang, erinnerte der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler an die wechselnde Symbolik des Eisernen Kreuzes, das in allen Kriegen bis 1945 eine Rolle spielte, für die Bundeswehr aber nicht mehr als Auszeichnung gilt. Scheffler mahnte schließlich: „Dass wir heute in einem friedlichen und freien Land leben, ist eine Ausnahme und nicht selbstverständlich. Und deshalb müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, um Frieden zu erhalten und zu stiften.“
Oliver Bergmann


„Wir können den Zuzug gut gebrauchen“

Iserlohn,den 24.09.2016

SPD informierte sich über die Fortschritte im Neubaugebiet „Auf der Ernst“

 

Von Stefan Drees

 

Iserlohn. „Das Jahr 2016 hat für uns bislang sehr gut funktioniert“: So bilanzierte S-Projekt-Geschäftsführer Frieder Altrogge die Fortschritte im Neubaugebiet „Auf der Ernst“ am Mittwoch bei einem Rundgang mit der SPD-Fraktion. Die im Januar gestartete Vermarktung verlaufe deutlich schneller, als in anderen Baugebieten: Aktuell seien 48 der 59 Baugrundstücke verkauft, die restlichen seien reserviert. Und der etwa dreieinhalb Monate dauernde Straßenbau sei ohne größeren Stress abgelaufen. Bewährt habe sich dabei auch der Einsatz der beiden Schülerlotsen, der bis zum Beginn der Sommerferien befristet war. Altrogge berichtete, dass es Überlegungen gebe, das erfolgreiche Konzept zu verlängern.

 

Ein interessantes Detail:

 

Der bisweilen sehr felsige Untergrund hat bei den Bauarbeiten jede Menge Gestein zu Tage gefördert. ‚Wir haben uns daher dazu entschlossen, das Material vor Ort zu brechen“, sagte Frieder Altrogge. Das Ergebnis ist ein voluminöser Schotterhaufen. Dort können sich die Bauherren kostenlos mit Schotter bedienen, der beispielsweise zur Unterfütterung von Einfahrten benötigt wird. Der Vorteil für S Projekt: Das Material musste nicht über weitere Strecken abgefahren und deponiert werden.

 

Fortschritte beim Grünflächenkonzept

 

Altrogge berichtete auch vom ersten Stammtisch mit den Grundstückskäufern. So könnten sich die künftigen Nachbarn bereits vor dem Einzug kennenlernen. Fortschritte seien auch beim Grünflächenkonzept gemacht worden, welches allerdings noch durch die po1itischen Gremien müsse. Für Kleinkinder soll es Spielgelegenheiten im unteren Bereich des „U“ geben, Angebote für ältere Kinder und Jugendliche soll es im Wäldchen unterhalb von Grundschule und Kindergarten geben. Da zu sollen kleinere, teils unbefestigte, Wege angelegt werden. Mit der Umsetzung des Grünflächenkonzeptes soll im kommenden Jahr begonnen werden.

SPD-Ratsherr Volker Keitmann zeigte sich im Anschluss an den Rundgang überzeugt davon, dass sich das Gebiet sehr gut entwickeln werde. Rund 40 Prozent der künftigen Bewohner werden Iserlohner Neubürger sein. Diesen Zuzug, so Keitmann, könne Iserlohn auch gut gebrauchen.

 


Barrierefrei zum DLRG

SPD stellt Antrag für Fachausschuss-Sitzung

 Letmathe. Die SPD-Ratsfraktion bittet um Aufnahme des Tagesordnungspunktes ,,Barrierefreier Zugang zu den DLRG-Vereinsräumen in Letmathe“ beim dafür zuständigen Fachausschuss In der Begründung der Fraktion heißt es: ,,Zu den Mitgliedern der Deutschen Lebensrettungsgemeinschaft in Letmathe (Aucheler Straße/ehemals Aquamathe) gehören auch Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen. Die Räumlichkeiten werden darüber hinaus regelmäßig von anderen Vereinen genutzt.“ Da der Zugang zu den Vereinsräumen nicht barrierefrei sei und Besucher mit einer körperlichen Einschränkung daher auf fremde Hilfe angewiesen seien, bittet die SPD-Fraktion zu überprüfen, wie dort ein barrierefreier Zugang geschaffen werden könne.

Überraschung am Kiliansdom

Gesundes, Süßes, Leckeres: Auch vom SPD-Ortsverein wurden die teilnehmenden Kinder der Ferienspiele des Pastoralverbundes verwöhnt.                  FOTO: Privat

Letmather SPD schenkte vollgepackte Körbe

Letmathe. 23.07.2016

Die Ferienspiele des Pastoralverbundes Letmathe am Dom, „Kilian meets Adam und Eva“, sind am Freitag mit einem Fest, zu dem dann auch die Eltern der Kinder eingeladen waren, zu Ende gegangen. Zwei Wochen lang sorgte das Betreuerteam mit Workshops, Ausflügen und Aktionen täglich für Spaß und Unterhaltung. Zu den 71 Teilnehmern zählten auch 16 Flüchtlingskinder.

Zwischendurch bekamen die Kinder immer wieder Besuch, zuletzt vom SPD-Ortsverein Letmathe, der Obst, Gemüse, Säfte, bunte gekochte Eier und Süßwaren in rollbaren Körben mitbrachte. Die Freude über diese großzügige Aufmerksamkeit war bei allen Beteiligten riesig. Mit Anny Boppard schaute bei dieser Gelegenheit auch das mit 96 Jahren älteste Vorstandsmitglied des SPD Ortsvereins bei den Kindern vorbei.


Kirmes-Klassiker blüht spät auf

Bei Vertretern aus Politik und Wirtschaft ist der Frühschoppen ebenfalls sehr beliebt.

Foto: Oliver Bergmann

Letmathe. „Gleich noch zur Kirmes, ein bisschen Breakdance fahren, dann nochmal hierhin und am Abend gucken wir uns das Feuerwerk an.“ Über das Tagesprogramm des jungen Letmathers wird nicht diskutiert: Es ist nahezu in Stein gemeißelt. Sein Kumpel, der im Strandgarten der Werbegemeinschaft mit weiteren Bekannten neben ihm sitzt, pflichtet ihm bei.

„Das ist Tradition, ein Muss.“

Der Bürgerfrühschoppen am Kirmesmontag ist den Letmathern heilig. Die Jungs haben sich extra Urlaub genommen, um diesen Tag so verbringen zu können. Das soll ihrer Meinung nach bald nicht mehr nötig sein. „Ich warte nur darauf, dass wir diesen Montag grundsätzlich frei bekommen.“

Heimische Prominenz war zahlreich vertreten

Die Möglichkeit, gleich mal bei den Politikern vor zu fühlen, bestand durchaus. Ratsangehörige, Vorsitzende der Ortsvereine, Landtagsabgeordnete und Dagmar Freitag als Mitglied des Deutschen Bundestages mischten sich unters Volk. Die jungen Männer hätten auch vor Ort erfahren können, was die heimische Wirtschaft von der Idee hält. Bei der Werbegemeinschaft trifft sich eben die gesamte Gesellschaft, was Rainer Großberndt, der zweite Vorsitzende, natürlich gerne sah. Auch die Veranstaltungen am Sonntag, morgens der Gottesdienst, und später der Seniorennachmittag, seien hervorragend besucht gewesen.

Dass das auch für den Bürgerfrühschoppen galt, hat wohl an dem ungezwungenen Ablauf gelegen. Es gab, abgesehen von ein paar Willkommensgrüßen, die Großberndt an die Besucher richtete, keine Reden. Ganz auf sich allein gestellt waren die Gäste allerdings auch nicht. „Auf anderen Wegen“ nennen sich Christian Hoeper und Thomas Jablonka, wenn sie gemeinsam auftreten – unter anderem war das schon einmal im Vorprogramm von Nena der Fall. Hoeper kann von sich behaupten, bereits den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen zu haben. Verstärkt wurde das musikalische Duo durch die Sängerin Lynette Ziegner. Als Trio präsentierten sie harmonische Hintergrundmusik.

 

Letmathes tolle Tage verheißungsvoll gestartet

Nach zwei Schlägen hatte Bürgermeister Dr.Peter Paul Ahrens das Fass angestochen.Recht: Lutz Borgolte von der Kronbacher-brauerei. Foto: Oliver Bergmann

Rasante Fahrgeschäfte finden viele mutige Anhänger.

Stimmung im Festzeit rundet tollen Tag ab

Von Oliver Bergmann und Stefan Janke

Letmathe, den 16.07.2016

„Das hat Spaß gemacht, hätte aber auch gerne noch etwas länger dauern können“, erzählt Melissa. Die junge Iserlohnerin hat die Heldin nicht mur gespielt, als sie selbstbewusst die Frage verneinte, ob ihr bei dem Gedanken, gleich von „The King“ kreuz und quer und teils kopfüber durch die Luft geschleudert zu werden, nicht etwas mulmig zumute sei.

Auf dem Parkplatz der Sparkasse steht das 26 Meter hohe und wilde Ungetüm, um das sich schnell eine staunende Menschentraube gebildet hat Die Mutigen treten hervor und stürzen sich — wie sie sagen — ins Vergnügen.

Hinterher schwärmen alle von der grandiosen Aussicht

Darunter auch Thomas Nagel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Iserlohn, und seine Letmather Kollegin Katharina Köchling. „Es ist irre, wenn man ganz oben auf dem Kopf steht und Letmathe verkehrt herum sieht“, erzählte Nagel begeistert. Das geht nur bei Tageslicht. Bei Dunkelheit kommen dagegen die Anstrengungen der Schausteller, ihre Buden und Fahrgeschäfte in teils spektakuläres Licht zu tauchen, zur Geltung.

Auf die fortgeschrittene Stunde haben auch die Betreiber der „Eclipse“ am Neumarkt gewartet, die zu Beginn mehrmals ruhte. Es handelt sich dabei um das blaue Fährgeschäft, das die Besucher aus 48 Metern Höhe mit 90 Stundenkilometern und mehreren 360-Grad-Drehungen in die Tiefe schickt. „Unser Geschäft ist etwas für den Abend“, teilte der Holländer am Kassenhäuschen mit, und ergänzte, dass ja auch nicht alle Leute bei ihm fahren würden. Der Mann weiß, wovon er spricht. „Also mich könnten Sie eine Woche lang vergessen“, sagte eine Frau, der schon beim Zuschauen ganz anders wurde. Ihr Begleiter meinte mit einem Augenzwinkern: „Bevor man darauf geht, muss man nur tüchtig essen.“ Die  Letmather Rita Schmidt und Frank Schmohl haben es gewagt — und keineswegs bereut, auch wenn Frau Schmidt anschließend etwas unsicher auf den Beinen war und ihre Hände zitterten. Aber die Aussicht, waren sich beide einig, sei einfach wunderbar gewesen.

Am anderen Ende des Neumarktes ging es am Nachmittag deutlich ruhiger zur Sache. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens gab nach Beiträgen des Musikvereins Iserlohn das Startsignal mit dem Anstich des ersten Bierfasses. Zwei Hammerschläge genügten, und die Zwei-Liter-Pilstulpe der Krombacher Brauerei begann sich zufüllen. Seine Eröffnungsrede nutzte er vor allem dazu, vielen Menschen zu danken: Natürlich den Schaustellern, die Letmathe für vier Tage zum angesagtesten Ort der ganzen Stadt machen. „Ohne sie wäre die Kilians-kirmes nicht zu dem geworden, was sie heute ist.“ Nämlich die größte Innenstadtkirmes Südwestfalens. Ebenso dankte er den Anwohnern für ihr Verständnis, da für sie die nächsten Tage etwas lauter werden und die gute Stube schwieriger zu erreichen ist.

Schon die erste Band ließ das Festzeit beben

Diese Sorgen lagen den Tausenden Besuchern des Eröffnungstages wohl sehr fern. Sie genossen das perfekte Wetter für einen Gang über die Kirmes, um Leute zu treffen und vielleicht auch für einen Abstecher ins Festzelt. Hier startete am Abend die erste Live-Show der Kilianskirmes. Die Band „Unputdownable“ mit Sängerin Lana Cowley brachte mit bekannten Rock- und Pop-Hits schon am Eröffnungstag das Zelt zum Beben. Zuvor hatte DJ Times die Gäste angeheizt und auch nach dem Auftritt der Band dafür gesorgt, dass die Tanzfläche bestens besucht war. Auf ein Neues, am zweiten Tag der Kirmes.


Letmathe. 19.05.2016

Die Hagener Straße hat schon unzählige Male ihr Gesicht verändert. Geht es nach der SPD, dann ist es bald wieder soweit. Komplett umgekrempelt werden soll Letmathes Einkaufsstraße zwar nicht, aber einer Zäsur kommen die Vorstellungen allemal gleich. Sollte nämlich die Fahrbahn im Bereich des Lenne- Karrees saniert werden, spricht sich die Partei dafür aus, dass damit der Busverkehr verlegt wird.

Bei einem Besuch in der Redaktion warb die Vorsitzende des Ortsvereins Letmathe, Martina Matner- Kißler, dafür, dass die MVG- Linien die Overwegstraße ansteuern. „Wenn auf die Parkplätze unterhalb des Neumarktes verzichtet wird, wäre dort ausreichen Platz für die Busse vorhanden.“ Linien, die in Letmathe enden, könnten Pausenplätze in Bahnhofsnähe zur Verfügung gestellt werden.
Fläche vor dem Lenne- Karree soll stärker genutzt werden

Dadurch bestünde auch die Möglichkeit, die Fläche vor dem Lenne- Karree aufzuwerten und sie noch stärker als Veranstaltungsfläche und als Platz für die Bürger zu nutzen. „Vielleicht könnte sogar der Wochenmarkt dorthin verlegt werden.“ Die Markthändler sollen dieser Idee gar nicht abwertend gegenüberstehen. Nur bei einer Verlegung zum Saalbau sei mit Protesten zu rechnen. Matner- Kißler: „Wir haben uns erkundigt, sie wären einverstanden.“ Kritische Stimmen könnte es dennoch geben, da sich der Weg vom Einkauf zum Bus verlängern würde. „Trotzdem“, sagt sie, „ist die Letmather Einkaufsstraße dann immer noch besser zu erreichen als die Fußgängerzone in Iserlohn.“

Gemeinsam mit der CDU schmieden die Sozialdemokraten noch an einem ganz anderen Plan: Auf dem früheren Wasserwerksgelände an der Gennaer Straße, das nur wenige Fußminuten von der City entfernt liegt, soll ein Freizeitgebiet entstehen. Die ursprünglichen Vorstellungen sahen vor, dass ein in einem Teil der vorbeifließenden Lenne eine Flussbadeanstalt als Ausgleich für das abgerissene Freibad am Aquamathe entstehen sollte. Davon wurde inzwischen aber wieder Abstand genommen. „Es ist klar, dass es Gefahren birgt, wenn man dort schwimmen geht. Auch aus rechtlichen Gründen wird es damit wohl nichts“, sagt Matner- Kißler. Doch auch so habe die Wiese eine Menge Potenzial, das noch nicht genutzt werde.
Freizeit- Zentrum in Genna könnte Ortsteil aufwerten

Die Chance, dort einen öffentlichen Grillplatz einzurichten, möchte die Ortsvereins- Vorsitzende unbedingt verwirklichen. Die sind schließlich weit und breit rar. Das Gelände, das momentan wild genutzt werde, sei zudem groß genug, um noch eine reine Freizeitfläche auszuweisen. Auch für Parkplätze gebe es genügend Raum. Schaden dürfte das dem Ortsteil Genna, der nicht nur den Politikern in der Vergangenheit reichlich Sorgen bereitet hat, kaum. Die Genaer Straße hätte dann mit dem attraktiven Bahnhof im Osten und einer Freizeitanlage an ihrem westlichen Ende zwei Punkte, die ganz weiter Letmathe aufwerten würden.

Text und Bild: IKZ

Matner- Kißler an der Spitze der SPD Letmathe bestätigt

Dröschede. 14.05.2016

Martina Matner- Kißler bleibt zwei weitere Jahre Vorsitzende des SPD- Ortsvereins Letmathe. Einstimmig wurde sie auf der Jahreshauptversammlung in Haus Potthoff wieder gewählt. Als gleichberechtigte zweite Vorsitzende wurden Olaf Hennecke und Sabine Stake in ihren Ämtern bestätigt – ebenso wie die weiteren Mitglieder des bisherigen Vorstandes. Die Genossen trafen sich in Dröschede aber nicht nur zu den Neuwahlen. Ausführlich blickte Matner- Kißler auf die vergangenen zwei Jahre mit dem Höhepunkt der Wiederwahl von Dr. Peter Paul Ahrens zum Bürgermeister zurück. Den ersten Teil der Versammlung verfolgte zudem die Spitze der Werbegemeinschaft mit Manfred Gloede und Rainer Großberndt.

An Themen für die Zukunft Letmathes mangelt es der Partei nicht. Geäußert wurden Wünsche zur Verlegung der Buslinien, die weg von der sanierungsbedürftigen Hagener Straße sollen. Am Lennekarree gibt es Vorstellungen für einen Bürgerplatz. Spannend wird sein, wie schnell das Vorhaben eines Lennebades realisiert werden kann. Dabei geht es der SPD nicht um eine Flussbadeanstalt, sondern mehr um einen Ort, an dem gegrillt und Freizeit genossen werden kann.

Text:IKZ Bild:PM



Neujahrsempfang in Dröschede Eine sehr gelungene Premiere

Erstmalig fand der Neujahrsempfang nicht im Gemeindehaus der Adventskirche statt, sondern unter der Leitung der Gemeinschaft der Dröscheder Ortsvereine im Haus Potthoff statt.                                                                                                                                                         Foto: Kevin Pinnow

Dröschede. 1.Februar 2016

Über das Engagement der Ortsvereine, den Neujahrsempfang am Leben zu erhalten, freute sich vor allem der frühere Schirmherr Pfarrer Uwe Schulte.

Es war die Premiere. Eine gelungene Premiere, wie die zahlreichen Anwesenden des Neujahrsempfangs der Gemeinschaft der Dröscheder Ortsvereine, zu denen Vertreter des Presbyteriums und der Kommunalpolitik gehörten, fanden. Denn als bereits im vergangenen Jahr feststand, dass die evangelische Kirchengemeinde Oestrich- Dröschede den Neujahrsempfang zum letzten Mal im ehemaligen Gemeindehaus an der Adventskirche ausgerichtet hatte, waren sich alle Beteiligten schnell einig: Es muss auch 2016 einen Neujahrsempfang in Dröschede geben, und so nahm die Gemeinschaft der Ortsvereine das Zepter in die Hand.
            Kirchengemeinde will bald wieder Präsenz zeigen

Über das Engagement der Ortsvereine, den Neujahrsempfang am Leben zu erhalten, freute sich vor allem der frühere Schirmherr Pfarrer Uwe Schulte. „Es ist einfach toll, wie sie den Spielball von uns aufgenommen und für den Empfang solch eine tolle Atmosphäre geschaffen haben“, sagte er. Natürlich sei der Abriss der Kirche und des Gemeindehauses – und die damit verbundene Aufgabe des Neujahrsempfangs – ein schwerwiegender Einschnitt für Dröschede gewesen. Doch Schulte verwies auf die vielen guten Ideen, mit denen die Gemeinde in Zukunft Präsenz zeigen kann. Momentan sei man in einer Situation, die aufzeige, wie es wäre, wenn die Gemeinde völlig weg wäre. Eine Situation, die man nicht beibehalten möchte. „Wir befinden uns in einer Übergangsphase und wollen wieder Perspektiven schaffen“, sagte Schulte und fügte hinzu: „Sobald die Pläne finanzierbar sind, sind wir wieder hier!“

Natürlich war das Thema rund um die evangelische Kirchengemeinde im Haus Potthoff das dominierende, doch auch die Verkehrssituation nahm einen gewissen Platz ein. Hier gab sich Kai Uwe Herget, 1. Vorsitzender der Gemeinschaft der Ortsvereine, kämpferisch: „Wir werden am Ball bleiben!“ Konkret meint er damit die Situation am Hellweg. Besonders nach Einbruch der Dunkelheit werde die Straße des Öfteren zur Rennstrecke. Ein Kreisverkehr wäre der Wunsch vieler Vereinsmitglieder, um dieses Problem zu beheben.

Vize- Bürgermeister Thorsten Schick verwies allerdings darauf, dass diese Strecke im Zuständigkeitsbereich der Landesbetriebe liege. Ein weiterer Kreisverkehr, der zur Verkehrsberuhigung im Bereich Ortskern und Einmündung „Am Wiesenrain“ angedacht war, sei auf keine Zustimmung bei den Anliegern gestoßen. Doch trotz dieser weiterhin bestehenden Problematik kam Schick zu einem positiven Fazit: „Dröschede ist eine rundum gelungene Sache – auch ohne Kreisverkehr.“
                Virgin- Konzert und Dorfolympiade geplant

Dass es das tatsächlich ist, wurde beim Rückblick der 1. Vorsitzenden des Heimatvereins, Ilona Höche, deutlich. Das neugegründete Vorstandsteam habe sich zusammengerauft und „ist mittlerweile eine schlagkräftige Truppe geworden“ sagte sie.

Ein Truppe, die in diesem Jahr auch wieder einiges im Naherholungsgebiet auf die Beine stellen möchte. Als besonderes Highlight soll es erstmalig eine Dorfolympiade geben, bei der die elf Ortsvereine in einigen Disziplinen gegeneinander antreten sollen. Außerdem soll wieder der Adventsbasar, der ja bereits im letzten Jahr als voller Erfolg verbucht werden konnte, stattfinden. Und auch musikalisch wird es einen Leckerbissen geben. Im September wird die Gruppe „Virgin“ im Naherholungsgebiet Dröschede spielen.

Ein Termin, der sicherlich auch beim Neujahrsempfang 2017 noch einmal als Höhepunkt im Rückblick aufgeführt werden dürfte.


Internet taucht im Windschatten auf

Grürmannsheide.26.01.2016

Die Windkraft mit der zur Diskussion stehenden Anlage auf dem Schälk wird die Grürmannsheider noch eine Weile begleiten. Das ließ Ralf Breer am Sonntagvormittag im Rahmen des Neujahrsempfangs durchblicken. Es sei ein Thema, „das wir den Anwohnern behutsam beibringen müssen“, sagte der Vorsitzende des örtlichen Bürgerschützenvereins zu den Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Vereinen und zu den Bürgern, die zwar ohne ein offizielles Amt, aber mit großem Interesse an der nahen Zukunft ihres Wohnortes in die Alte Schule gekommen sind. Wie der aktuelle Planungsstand aussieht, war am Montag vom Unternehmen ABO Wind nicht zu erfahren.

Straßenlampen- Austausch derzeit im Gange

Dafür sind andere Projekte, die im Vorjahr noch auf der zu- erledigen- Liste standen, auf den Weg gebracht oder abgeschlossen worden. Die Grürmannsheide ist mit neuen Stromleitungen und zum Teil auch schon mit neuen Straßenlaternen versorgt, auf der Agenda stehen jetzt noch kleine Arbeiten am Schießstand. „Die Anlage ist in Ordnung, erst 2015 erfolgte die Abnahme für die kommenden vier Jahre“, sagte Breer. Die Rückwand des Gebäudes müsse allerdings noch verputzt werden.

Die Sanierung des Ehrenmals ist dagegen abgeschlossen. Diese Aufgabe übernahmen die Bürger in Eigenregie, von der Stadt kamen die finanziellen Mittel. Karsten Meininghaus, der Vorsitzende der CDU- Ortsunion Letmathe, der neben Breer zu den Anwesenden sprach, lobte nicht nur dieses Vorgehen: „Wenn Hand- in- Hand gearbeitet wird, ist es ideal.“ Meininghaus kündigte zu dem an, dass der BSV für die Alte Schule einen Mitkostenzuschuss erhalten werde. Damit solle die gute Arbeit des Vereins gewürdigt werden. Die Grürmannsheide bezeichnete er als aktiven und attraktiven Ort, nicht nur wegen des Bürgerschützenvereins. Auch die Oldtimerfreunde hätten daran besonders durch das jährlich ausgerichtete Treffen einen großen Anteil.

Die Aktivität und Attraktivität könnte aber noch größer sein – wenn es denn einen schnellen Zugang zum Internet gäbe. Dies war ein weiteres Thema, das nach Meinung einiger Anwesender nicht aus den Augen verloren werden darf. Meininghaus verwies darauf, dass Land und Bund Förderprogramme gestartet haben. Ralf Breer kritisierte allerdings, dass zwar vor nicht allzu langer Zeit Leerrohre aus Richtung Oestrich verlegt wurden, diese aber nicht zur Aufnahme eines Glasfaserkabels vorgesehen seien. Dass sich in dieser Richtung etwas bewegen müsse, sei aber unstrittig.

Bild und Text: IKZ Online


Wandel in Welt und Gesellschaft als Themen

Oestrich.11.01.2016

Der Ortsring Oestrich feierte jetzt seinen Neujahrsempfang im Pfarrheim an der Wiesenstraße

Wenn es an diesem Abend so etwas wie eine Tapferkeitsmedaille zu verleihen gegeben hätte, dann hätte diese wohl Melanie, Fabian und Julia, alias Kasper, Melchior und Balthasar gebührt. Die nämlich waren als Heilige Drei Könige am Freitagabend beim Neujahrsempfang des Ortsrings Oestrich im „Sternsinger- Sondereinsatz“ – und weil es eine Überraschung sein sollte, harrten sie minutenlang still vor der Türe versteckt aus, während sich die Temperaturen dem Nullpunkt annäherten.

Unterdessen war im gut besuchten Pfarrheim der Abend mit rund 80 Besuchern bereits gestartet. Der groß gewachsene Ortsring- Vorsitzende Friedhelm Siegismund begrüßte die Gäste, nachdem die ­„TUBAnd“ mit „Dream a little Dream“ musikalisch eröffnet hatte, und stellte dann mit leicht süffisantem Unterton „das Mikrofon gerne ein Stück niedriger ein“ für die Ansprache von Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens.

Dorfentwicklung wird 2016 großes Thema bleiben

„Ich bin dann wieder da“, eröffnete der dann seine Rede auch in Anspielung auf seinen knappem Sieg bei den Bürgermeisterwahlen im September 2015. Im Weiteren ging Ahrens vor allem auf den Stand in Sachen Dorfentwicklung ein, bei dem die Oestricher wie berichtet immer noch auf eine mögliche Zusage für Fördergelder unter anderem aus dem Topf beim EU- Leader- Projekt warten müssen, die eigentlich bereits erfolgt sein sollte, sich wegen Änderungen bei den Förder- Richtlinien zum Jahresbeginn aber weiter hinzieht.

Immerhin konnte Ahrens den Anwesenden die Erfüllung eines lang gehegten, wenn auch bescheidenen Wunsches verkünden. „Die gewünschte Baumpflanzung und die Sanierung des Bürgersteigs im Bereich des alten Pfarrhauses an der Brinkhofstraße wird Anfang kommender Woche beginnen“, so Ahrens.

Im Anschluss hielt der langjährige Superintendent des Kirchenkreises Iserlohn und heutige theologischen Vizepräsident des evangelischen Landeskirchenamtes, Albert Henz, einen Vortrag, der sich im weitesten Sinne mit der Zukunft der Kirche im ländlichen Raum befasste. Diese erfolgreich zu gestalten, sei vermutlich die große Herausforderung für alle gläubigen Menschen in der Zukunft.

Henz erinnerte an Entwidmung und Abriss der Adventskirche in Dröschede, erklärte aber auch: „Wo die Kirche gewünscht wird, hat sie Zukunftsaussichten, kann sie bleiben.“ Als Beispiel führte er Dörfer in Ostdeutschland an, in denen zahlreiche Kirchen unter Mithilfe der Bürger vor dem Abriss bewahrt werden konnten. Und: „Auch die Bauernkirche stand vor Jahren zur Disposition, wurde mit Hilfe der Mittelständler gerettet.“

Angesichts des demografischen Wandels solle man zudem den Flüchtlingszustrom auch als Chance begreifen. Insgesamt sei die Zeit der Versorgungskirche vorbei, das Engagement der Bürger gefragter denn je. Denn: „Wir werden weniger, älter, bunter.“

„Gläubige müssen der Motor dieser Initiative werden“

Einen ähnlichen Tenor hatte dann der zweite Vortrag des Abends, nachdem die Sternsinger zwischendurch die Gäste zum Mitsingen gebracht hatten. Der katholische Dekanatsreferent Reiner Beckmann sprach von der Kirche als einem „globalen Haus“, von der Bedeutsamkeit interkulturellen Zusammenlebens. „Die Gläubigen müssen der Motor dieser Initiative werden“, so Beckmann.

Für den bewegendsten und eindeutig überraschendsten Moment des Abends sorgte Friedhelm Siegismund dann, als er Gastwirt Klaus Denninger für seine Verdienste unter anderem um das Vereinsleben im Ort ehrte. Der hatte davon augenscheinlich nichts gewusst, baute noch das Buffet auf, während der Ortsring- Vorsitzende bereits die Laudatio auf ihn hielt.

„Boah, ich bin sprachlos“, sagte Denninger, um dann doch passende Worte zum Schluss zu finden: „Ich, du, sie – wir alle hier sind eine Gemeinschaft.“

Bild und Text: IKZ- Online


Neujahrsempfang Berndt Schlüter und Helmut Halfmann kündigen Rückzug an

Zum Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Grüner Ortsvereinekamen am Sonntag neben Gästen aus Politik und Verwaltung die Repräsentanten von elf Vereinen ins Haus Gerdes.                                                                                           Foto: Cornelia Merkel

Letmathe 04.01.2016
Grüne. Beim Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Grüner Ortsvereine war Prominenz aus Politik und Vereinen anwesend. Die Parksituation an der Düsingstraße war ein bestimmendes Thema..

„Das leise Weinen eines Vorsitzenden“, nannte der Vorsitzende Berndt Schlüter (70) beim Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Grüner Ortsvereine seinen Appell an die Mitglieder, seine Nachfolge anzutreten. Sowohl er als auch sein zweiter Vorsitzender Helmut Halfmann möchten die Verantwortung in jüngere Hände legen – ähnlich wie es Friedhelm Siegismund in Oestrich angekündigt hatte. Das Problem kannten die meisten der Anwesenden der elf Vereine nur zu gut. „Alle wissen es besser, aber keiner will es machen“, kommentierte einer von ihnen die Situation vieler Vorstände.
Verkehrsprobleme durch mangelnden Parkraum

Berndt Schlüter verwies auf die seit nunmehr zwei Jahren drängenden Verkehrsprobleme durch mangelnden Parkraum an der Düsingstraße. Seit langem gebe es Anwohnerbeschwerden beim Ordnungsamt über parkende Fahrzeuge auf dem Bürgersteig und andersherum Beschwerden über Fahrzeuge, die stattdessen auf der Straße geparkt werden und dadurch den fließenden Verkehr behindern. Schlüter hat das Problem bereits mit Ordnungsdezernent Klaus- Peter Knops erörtert. „Wer auf dem Bürgersteig parkt, bekommt Knöllchen vom Ordnungsamt. Das soll von Anwohnern initiiert worden sein, nicht von der Stadt“, wusste er aus dem Gespräch mit Knops zu berichten. Er nannte als weiteres Problem: „Die Bushaltestelle am Haus Gerdes ist nicht markiert. Die Leute fahren sie als Parkbucht an. Sehr zum Leidwesen der Busfahrer, besonders bei Gelenkbussen. Dadurch kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen.“

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens versprach, sich des Themas anzunehmen und nach Lösungen zu suchen. Auch Landrat Thomas Gemke warb um Verständnis für Lösungen zugunsten des Allgemeinwohles, die hinter dem Einzelwohl zurückstehen müssten.
Der Vorsitzende der AG Grüner Ortsvereine, Berndt Schlüter, im Gespräch mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Foto: Cornelia Merkel Düsingstraße als Thema im nächsten Verkehrsausschuss

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, Rolf Kaiser, ließ sich Dr. Ahrens von Helmut Halfmann, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Grüner Ortsvereine, die Probleme vor der Haustür der Gaststätte „Haus Gerdes“ erläutern. Und wie bestellt, hielt ein Bus halb auf der Düsingstraße, um Passagiere ein- und aussteigen zu lassen, weil parkende Fahrzeuge ihn hinderten, ganz in die Haltebucht hineinzufahren. Rolf Kaiser will das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Verkehrsausschusses im Februar setzen. Er wolle direkt am Wochenende dazu einen Antrag verfassen. Eine Möglichkeit an der Düsingstraße sei, die Bordsteine abzusenken, um aufgeschultertes Parken zu ermöglichen.

Beim Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Grüner Ortsvereine war die geballte Prominenz aus Stadt, Kreis und Vereinswesen vertreten – wie sonst nur beim offiziellen Neujahrsempfang der Stadt. Mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und seiner Gattin Gabriele waren alle stellvertretenden Bürgermeister erschienen: Thorsten Schick, Michael Scheffler und Karsten Meininghaus. Der Vorsitzende Berndt Schlüter begrüßte zudem Landrat Thomas Gemke sowie die Repräsentanten der Turnvereine Germania Obergrüne und Eiche Grüne 1891, der SG Grüne 1911, der Kolpingsfamilie Grüne, der Löschgruppen Obergrüne und Untergrüne der Freiwilligen Feuerwehr, des Katholischen Kirchenchores Herz- Jesu Grüne, der Katholischen Kirchengemeinde Herz- Jesu Grüne, der Ev. Christus- Kirchengemeinde Grüne und des Fördervereins Dechenhöhle und Deutsches Höhlenkundemuseum.
Dr. Ahrens: 1,6 Millionen Euro als lohnende Investition

Schlüter erinnerte in seinem Jahresrückblick an die Fertigstellung der Grüner Mitte und des neuen Feuerwehrgeräte- Hauses, das im neuen Jahr mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden solle. Er freue sich schon auf die neuen Zeiten für den allgemeinem Sport und das Eröffnungsturnier auf der neuen Boulebahn.

Die 1,6 Millionen Euro, die die Stadt für das neue Feuerwehrgerätehaus investiert hat, nannte Bürgermeister Dr. Ahrens eine lohnende Investition für die Löschgruppen und die Grüner Vereine, die dort jetzt eine neue Heimat gefunden haben. Er betonte: „Es ist mir als Bürgermeister besonders wichtig, Iserlohn mit allen Stadtteilen zukunftsfähig zu machen und die erreichte Lebensqualität zu bewahren und wenn möglich zu steigern. Dabei ist das Engagement vieler in den Ortsvereinen tätigen Frauen und Männer für unser Zusammenleben unverzichtbar. Unser Gemeinwesen lebt davon, dass viele Menschen sich einbringen und nicht darauf warten, was die Stadt für sie tun könne, sondern mit anpacken und sich fragen, was kann ich selbst für die Stadt tun?“ Er dankte allen für ihr Engagement.

Bild und Text: IKZ- Online