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Schulpolitischer Skandal bahnt sich an

Peter Leye
Peter Leye, stellv. Fraktionsvorsitzender und stellv. Vorsitzender des Schulausschusses

Die bei­den Gesamt­schu­len in Iser­lohn erle­ben erneut mit 312 Anmel­dun­gen einen regen Zuspruch. 199 Anmel­dun­gen am Sei­ler­see und 113 am Nuß­berg bewei­sen die Attrak­ti­vi­tät die­ser Schul­form.

Durch den nicht nach­voll­zieh­ba­ren Beschluss einer Rats­mehr­heit aus CDU, FDP und der Bür­ger­meis­ter-Frak­ti­on DieIs­er­loh­ner im letz­ten Jahr dür­fen nun­mehr 69⚠️ Kin­der die von ihnen gewünsch­te Schul­form nicht besu­chen, da die Auf­nah­me­zahl auf ins­ge­samt 243 für bei­de Schu­len begrenzt wur­de. Dass dies mit Zustim­mung der Schul­lei­tung am Nuß­berg geschah und auch die Iser­loh­ner Grü­nen mit­ge­stimmt haben, ist bemerkenswert.

Fest steht, dass der Eltern­wil­le, der in der Lan­des­ver­fas­sung NRW ver­an­kert ist, in Iser­lohn nicht gilt – und das im Jah­re 2022. Die viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten, die jah­re­lan­gen erheb­li­chen Ableh­nun­gen zur Gesamt­schu­le mit der Errich­tung einer zwei­ten Schu­le am Sei­ler­see end­gül­tig zum Erfolg zu füh­ren, sind damit gescheitert.

Der schul­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Frak­ti­on, Peter Leye bringt es auf den Punkt: „Ich hät­te nie gedacht, dass wir in Iser­lohn nach Bemü­hun­gen über 20 Jah­re nun­mehr wie­der Kin­der abwei­sen müs­sen. Dies ist ein schul­po­li­ti­scher Skan­dal.“

Die SPD hofft nun­mehr auf einen Regie­rungs­wech­sel im Land, um über ein ordent­lich geführ­tes Schul­mi­nis­te­ri­um und den Regie­rungs­be­zirk auf den Schul­trä­ger Iser­lohn ein­zu­wir­ken, um der Ver­fas­sung Gel­tung zu ver­schaf­fen.