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Mehr Beteiligung wagen: Ein Bürgerhaushalt für Iserlohn

Eva Kitz, Fraktionsvorsitzende

Rund 800 Sei­ten umfasst die Haus­halts­sat­zung für das Jahr 2024. Ein Haus­halts­plan, der allein auf­grund sei­nes Umfangs, sei­ner Unüber­sicht­lich­keit, der Men­ge an Pro­duk­ten und Zah­len vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger abschreckt. Wie kann man allen inter­es­sier­ten Iser­lohne­rin­nen und Iser­lohnern einen Zugang zu den kom­mu­na­len Finan­zen ermög­li­chen? Wel­che Mög­lich­kei­ten der Bürger:innenbeteiligung gibt es, wenn es um die Ver­tei­lung der finan­zi­el­len Res­sour­cen in unse­rer Stadt geht? 

Transparenz, Beteiligung, Mitbestimmung

Peter Leye
Peter Leye, stellv. Vorsitzender des Finanzausschusses

Wir bean­tra­gen, den Haus­halt bürger:innenfreundlicher auf­zu­be­rei­ten und auf der Web­site zur Ver­fü­gung zu stel­len, nicht nur als 800-Sei­ten-Down­load, son­dern eine Suche oder Fil­te­rung nach kon­kre­ten The­men oder Pos­ten zu ermög­li­chen. Außer­dem soll die Finanz­ver­wal­tung beglei­tend zum Haus­halt für das Jahr 2025 einen kom­mu­na­len Bürger:innenhaushalt auf den Weg brin­gen und dafür geeig­ne­te Betei­li­gungs­in­stru­men­te und ‑for­ma­te vor­schla­gen. In der Innen­stadt als auch in den ein­zel­nen Stadt­tei­len, auf Märk­ten, Spiel­plät­zen oder in Ver­ei­nen soll der Dia­log mit den Bürger:innen wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen für Rat und Ver­wal­tung lie­fern und schließ­lich die Ver­ab­schie­dung des kom­mu­na­len Haus­halts auf ein Fun­da­ment brei­ter öffent­li­cher Zustim­mung stel­len.

Für den Käm­me­rer und die Fach­ver­wal­tung bie­tet die Bür­ger­be­tei­li­gung am kom­mu­na­len Haus­halt die Mög­lich­keit, mit gerin­gem Kos­ten- und Ver­wal­tungs­auf­wand ihre viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben dar­zu­stel­len, was lang­fris­tig zu einer grö­ße­ren Akzep­tanz kom­mu­na­len Han­delns in der Gesell­schaft füh­ren kann. Durch die akti­ve Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wer­den wich­ti­ge The­men und Bedürf­nis­se der Bevöl­ke­rung auf­ge­grif­fen und in die kom­mu­na­le Pla­nung inte­griert. Dies stärkt das Ver­trau­en in die Ver­wal­tung und för­dert das Gemein­schafts­ge­fühl inner­halb der Stadt. Der Bür­ger­haus­halt ist somit nicht nur ein Instru­ment zur Ver­tei­lung von finan­zi­el­len Res­sour­cen, son­dern auch ein Mit­tel zur Stär­kung der loka­len Demo­kra­tie und zur För­de­rung des bür­ger­schaft­li­chen Engagements.