Verbraucherzentrale in Iserlohn sichern – SPD und CDU beantragen stärkere Beteiligung des Märkischen Kreises
Die SPD-Fraktion hat gemeinsam mit der CDU-Fraktion einen Antrag zur Zukunft der Verbraucherzentrale in Iserlohn eingebracht. Ziel ist es, den Standort dauerhaft zu sichern und die Finanzierung auf eine breitere Basis zu stellen. Konkret beantragen die Fraktionen, dass die Stadt Iserlohn Verhandlungen mit dem Märkischen Kreis aufnimmt, um eine dauerhafte Beteiligung von bis zu 50 Prozent am kommunalen Zuschuss für die Beratungsstelle zu erreichen.
Warum ist das notwendig?
Seit nahezu 60 Jahren bietet die Verbraucherzentrale NRW in Iserlohn eine wichtige, niederschwellige Beratung für Bürgerinnen und Bürger an. Das Angebot wird nicht nur von Menschen aus Iserlohn, sondern aus dem gesamten Kreisgebiet genutzt.
Bisher trägt die Stadt Iserlohn bis zu 50 Prozent der laufenden Personal-, Sach- und Gemeinkosten, die übrigen 50 Prozent werden durch Landesmittel gedeckt. Für das Jahr 2025 lag der städtische Finanzierungsanteil bei rund 140.700 Euro. Nach Abzug bestehender Beteiligungen verbleibt für die Stadt eine Belastung von rund 126.700 Euro.
Angesichts der angespannten Haushaltslage ist es aus Sicht von SPD und CDU sachgerecht, dass sich auch der Märkische Kreis angemessen beteiligt – zumal die Beratungsstelle von Bürgerinnen und Bürgern aus dem gesamten Kreisgebiet in Anspruch genommen wird.
Blick in andere Kreise
In anderen Regionen Nordrhein-Westfalens ist eine Kostenbeteiligung der Kreise bereits üblich. So beteiligen sich beispielsweise der Kreis Olpe mit 65 Prozent, der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 50 Prozent und der Hochsauerlandkreis mit 55 Prozent am jeweiligen Kommunalzuschuss.
Eine vergleichbare Regelung sollte auch für den Märkischen Kreis angestrebt werden, um das Beratungs- und Informationsangebot dauerhaft zu sichern.
Planungssicherheit schaffen
Die Fraktionen schlagen vor, konkrete Ergebnisse der Verhandlungen bis zum 1. Juni 2026 vorzulegen. Zudem soll der Finanzausschuss am 29. April 2026 einen Zwischenbericht erhalten.
Für die SPD-Fraktion steht fest: Die Verbraucherzentrale ist ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten, komplexer Vertragsbedingungen und wachsender Unsicherheiten braucht es eine starke, unabhängige Beratung vor Ort.