Gemeinsam Verantwortung übernehmen: Haushaltsentscheidungen mit Gesamtüberblick treffen
Vereine, Ehrenamt, Kultur, Sport und soziale Angebote sind kein Beiwerk. Sie machen Iserlohn lebendig, stärken den Zusammenhalt und schaffen Teilhabe in den Stadtteilen.
Verantwortung über Fraktionsgrenzen hinweg
Gerade weil die Stadt finanziell unter Druck steht, müssen Entscheidungen über diese Strukturen sorgfältig, transparent und mit Blick auf die ganze Stadt vorbereitet werden. Dafür braucht der Rat vollständige Informationen und eine gemeinsame Gesamtbetrachtung.
Deshalb hat die SPD-Fraktion gemeinsam mit CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP einen Antrag eingebracht. Ziel ist es, alle haushaltsrelevanten Maßnahmen transparent, vergleichbar und mit Blick auf die ganze Stadt zu bewerten. Der Haushalt der Stadt Iserlohn konnte am 25. März 2026 beschlossen werden. Schon damals war deutlich, dass sich unsere Stadt in einer historischen finanziellen Ausnahmesituation befindet. Umso wichtiger ist jetzt ein klarer Rahmen für die nächsten Entscheidungen: Einsparungen, Zuschüsse, zusätzliche Ausgaben, Folgekosten, Alternativen und Prioritäten dürfen nicht isoliert betrachtet werden.
Iserlohn braucht jetzt Klarheit, Transparenz und Zusammenarbeit. Wir übernehmen über das gesamte demokratische Spektrum hinweg gemeinsam Verantwortung. Dafür brauchen wir endlich eine vollständige Gesamtübersicht der Verwaltung. Nur so können wir die notwendigen Entscheidungen verantwortungsvoll für Iserlohn treffen.
Rat braucht vollständige Informationen
Für die SPD-Fraktion ist klar: Wer Verantwortung für Iserlohn übernimmt, muss ehrlich auf die Zahlen schauen und zugleich den Zusammenhalt in unserer Stadt im Blick behalten. Es wird schwierige Entscheidungen geben. Aber sie müssen nachvollziehbar, fair und auf einer vollständigen Grundlage getroffen werden. Der gemeinsame Antrag sieht deshalb vor, dass die Verwaltung sämtliche haushaltsrelevanten Maßnahmen in einer einheitlichen Gesamtdarstellung zusammenführt. Dazu gehören die finanziellen Auswirkungen auf Haushalt und Folgejahre, mögliche Risiken und Folgekosten, Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger, Vereine, freie Träger, Einrichtungen, Infrastruktur und Stadtteile sowie mögliche Alternativen, Fördermittel, Kooperationen oder interkommunale Zusammenarbeit.
Gesamtüberblick statt Einzelentscheidungen
Wichtig ist dabei auch eine nachvollziehbare Priorisierung. Der Rat muss erkennen können, welche Maßnahmen welche Folgen haben, welche Spielräume bestehen und welche Entscheidungen besonders sorgfältig abgewogen werden müssen. Deshalb erwarten wir vom Bürgermeister und der Verwaltung, dass die geforderten Informationen jetzt vollständig, aktuell und vergleichbar vorgelegt werden. Viele Grundlagen liegen den Fraktionen bislang nicht in der notwendigen Form vor. Ohne diese Gesamtübersicht kann der Rat keine verantwortliche Entscheidung für die ganze Stadt treffen. Unser Ziel ist eine Beratung mit Gesamtüberblick: Maßnahmen bündeln, Folgen transparent machen und Verantwortung für die ganze Stadt übernehmen.