PRESSEMITTEILUNG

Am Mittwoch stimmte der Sozialausschuss der Stadt Iserlohn einer Vorlage zu, sich im Neuen Sozialen Arbeitsmarkt zu engagieren. Ausgang hat diese von einem Antrag der SPD-Ratsfraktion vom August. „Die Stadt wird damit ihrer Vorbildwirkung gerecht“, so der Ausschussvorsitzende Michael Scheffler. Es sollen nun zehn Teilzeitstellen à 2 Stunden eingerichtet werden. Diese sind für unterstützende Arbeiten in der Verwaltung und in den städtischen Einrichtungen vorgesehen. Die Maßnahmen kosten die Stadt in den nächsten fünf Jahren insgesamt 300.000 Euro. Knapp eine Million Euro sind als Lohnkostenzuschüsse

vom Bund zu erwarten. „Das ist gut angelegtes Geld, um Landzeitarbeitslose wieder zurück in einen ordentlichen Beruf zu bekommen. Wichtig sind eine geregelte Tagesstruktur und die notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen“, so der Sozialdemokrat weiter.

 

Möglich wird das Programm durch das Teilhabechancengesetz, das von Bundessozialminister Hubertus Heil auf den Weg gebracht wurde. Vier Milliarden Euro werden bereitgestellt, Langzeitarbeitslosen, die sich in der Grundsicherung (ALG II) befinden, eine Perspektive in staatlich bezuschussten Arbeitsverhältnissen zu geben. „Derzeit sind knapp 280.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen als Langzeitarbeitslose registriert. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die zurück in eine Werktätigkeit finden, ist im letzten Jahr zurückgegangen. Es besteht also Handlungsbedarf“, berichtet Scheffler. Mit dem Teilhabechancengesetz werden auch Langzeitarbeitslosen eine realistische Perspektive auf einen regulären Arbeitsplatz eröffnet. Die Vorlage wird im Mai noch dem Haupt- und Personalausschuss und dem Rat zur

 

Beschlussfassung vorgelegt.

Martin Luckert

Fraktionsgeschäftsführer