Antrag an den Feuerwehrausschuss

Sehr geehrter Herr Barth,

 

namens der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn bitte ich um Aufnahme des folgenden Tagesordnungspunktes in die nächste Sitzung des Feuerwehrausschusses:

 

Verbesserung der Eingruppierung der Feuerwehrleute

 

Beschlussvorschlag:

 

A.     Die Verwaltung wird beauftragt, die Eingruppierung der Angehörigen der Berufsfeuerwehr zu überprüfen, dabei soll insbesondere eingegangen werden auf

 

                             I.           die Anhebung des Eingangsamts im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst von der Besoldungsgruppe A 7 auf Besoldungsgruppe A 8,

 

                           II.           die Möglichkeit einer früheren Beförderung in die nächsthöhere Besoldungsgruppe,

 

                          III.           die Einstufung von Notfallsanitätern in die Besoldungsgruppe A 9, für Ausbilder in Besoldungsgruppe A 10.

 

B.     Dem Ausschuss sind die Prüfungsergebnisse samt Erwägungsgründen vorzulegen.

 

Begründung:

 

In zwei Gesprächen der SPD-Fraktion mit dem Leiter der Feuerwehr Iserlohn Jörg Döring wurde deutlich, dass als zentrales Problem bei der Gewinnung von Personal die Eingruppierung und somit die Bezahlung der Feuerwehrleute zu sehen ist. Derzeit suchen 105 Berufsfeuerwehren in ganz Deutschland hauptamtliche Feuerwehrleute. Die Zahl der Bewerber und geeigneten Kandidaten deckt den bundesweiten Fachkräftebedarf jedoch nicht ansatzweise. Bewerber sollen zunächst eine förderliche handwerkliche oder technische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, ehe sie in den Vorbereitungsdienst der Feuerwehr eintreten können.

 

Die Stadt muss deswegen im Wettbewerb um die Köpfe Überlegungen anstellen, wie sie junge Feuerwehrmänner und -frauen dauerhaft nach Iserlohn lockt. Die SPD-Fraktion sieht an der Stelle Potenzial und wünscht Verbesserungen, die von der Verwaltung eruiert werden sollen. Als Hemmschuh sehen wir dabei das strikte Festhalten an die Stellenbewertungen der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), die Unterschiede in der Bezahlung je nach Größenordnung der Städte macht. Empfehlungen sind keine strengen Verpflichtungen und sollten demnach auch als Empfehlungen gesehen werden. Gerade vor dem Hintergrund des kommunalen Umfelds mit größeren Städten im benachbarten Ruhrgebiet, die nach den Größenklassen eine höhere Eingruppierung vorsehen, muss Iserlohn entsprechend reagieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rm. Dieter Beele