SPD-Fraktion ermöglicht Gebärdensprachunterricht an Iserlohner Schulen

Mit ihrem Antrag „Gebärdensprache an Iserlohner Regelschulen“ konnten sich die Iserlohner Sozialdemokraten in der letzten Sitzung des Schulausschusses durchsetzen. Zukünftig wird probeweise an zwei Iserlohner Gymnasien, dem MGI und dem Stenner-Gymnasium, eine AG zum Erwerb der anerkannten Sprache angeboten. „Ein wichtiger Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft“ so Initiator Dimitrios Axourgos.

 

 

 

In Deutschland benutzen circa 200.000 Menschen Gebärdensprache, rund 80.000 Menschen davon sind schwerhörig oder gehörlos. Die Deutsche Gebärdensprache muss wie jede andere Fremdsprache gelernt werden, sie hat nichts mit Pantomime zu tun und ist ein ernstzunehmendes Schulfach, das bisher jedoch leider nur sehr vereinzelt - meist an speziellen Förder- und Volkshochschulen - unterrichtet wird.

 

 

 

„Besonders im Hinblick auf das Ziel, eine inklusive Gesellschaft zu fördern, bieten die Verbesserung und der Ausbau von Gebärdensprachkompetenzen bei hörenden Menschen, eine große Chance“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Axourgos. Gebärdensprache an Regelschulen anzubieten, so das Ziel der Sozialdemokraten, werde dazu beitragen, eine Brücke zwischen hörenden und gehörlosen Menschen zu bauen. Das Erlernen der Sprache ebne den Weg für die Teilhabe Gehörloser, sensibilisiere hörende SchülerInnen und sei letztendlich eine sinnvolle Fähigkeit, die sich für die SchülerInnen und die Gesellschaft in der Zukunft auszahlen werde, so die SPD.

 

 

Die beiden Iserlohner Gymnasien hatten auf die Nachfrage der Schulverwaltung ihr Interesse bekundet und werden demnächst das Angebot in ihren Schulen installieren.

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