Ausbau des Ruhrtalradweges

 

Sehr geehrter Herr Kaiser, 

 

die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn beantragt, der Verkehrsausschuss der Stadt Iserlohn möge in der nächsten Sitzung folgenden Beschluss fassen: 

 

Die Verwaltung wird beauftragt dafür Sorge zu tragen, dass der Abschnitt des Ruhrtalradweges entlang der Landesstraße L 677 (Zum Wellenbad) für Radfahrer verkehrssicher ausgebaut wird. Zu prüfen ist auch, inwieweit die Anlage eines PKW-Parkplatzes (Bike & Ride-Anlage) an dieser Stelle sinnvoll ist und wie eine sinnvolle Anbindung an das Radwegenetz des Ortsteiles Rheinen realisiert werden kann. 

Begründung: 

 

Der Ruhrtalradweg wird zwischen dem Wirtschaftsweg „Letteweg“ und dem Betriebsweg der Wasserwerke Westfalen in Höhe des Restaurants Wellenbad entlang der Landesstraße L 677 (Zum Wellenbad) geführt. Es handelt sich hier um eine äußerst gefährliche Situation für den Radfahrer aber auch für den Fußgänger. Es steht kein straßenbegleitender Rad- bzw. Rad-und Fußweg zur Verfügung. Der Straßenrand ist in der Regel zugeparkt, insbesondere an Wochenenden, wenn auch auf dem Ruhrtalradweg starker Radverkehr herrscht. 

Zudem ist die Querung der Landesstraße mit erheblichen Risiken verbunden.

 

Durch das hohe Verkehrsaufkommen und die dort topografisch bedingt hohen Geschwindigkeiten der PKWs bei teilweise geringer Sichtweite haben Radfahrer kaum eine Chance, die Straße sicher zu überqueren. Daher muss dringend daran gearbeitet werde, Überquerungshilfen zu schaffen. 

 

Seit geraumer Zeit wird der Bereich der Straße „Zum Wellenbad“ gern zum Parken genutzt. Durch die am Straßenrand parkenden Fahrzeuge wird der Radfahrer auf die Fahrbahn gedrängt und muss sich der entsprechenden Gefahr aussetzen. Insbesondere Familien mit Kindern sind dieser Situation hilflos ausgesetzt. Daher ist es erforderlich, die Parksituation zu regeln und zu prüfen, ob an dieser Stelle nicht sinnvoller Weise ein „Park & Bike“-Parkplatz angelegt werden sollte. 

 

Da es sich bei der Straße „Zum Wellenbad“ um einen grenzüberschreitenden Straßenabschnitt handelt, ist sowohl die Stadt Schwerte wie auch die Stadt Iserlohn gefordert. Auch der Kreis Unna hat in seinem aktuellen Radverkehrskonzept die oben beschriebene Verkehrsführung kritisch bewertet und mit hoher Priorität einen Ausbau gefordert. Diese Meinung vertreten auch die Mitglieder des ADFC, die bereits vor vier Jahren ein Lösungskonzept entwickelt und bei Straßen NRW eingereicht haben.

 

Der ADFC hat sich darüber hinaus auch intensiv mit der Anbindung des Ortsteils Rheinen an das Radwegenetz beschäftigt. Diese Ergebnisse sollten in die weiteren Planungen ebenso mit einbezogen werden, wie Lösungsvorschläge der Verwaltung und eine Überprüfung möglicher Finanzierungen über Förderprojekte. 

Da es sich grundsätzlich um eine Landesstraße in der Zuständigkeit von Straßen NRW und um ein Projekt der Freizeitentwicklungsplanung des Regionalverbandes Ruhr handelt, ist die Zusammenführung zahlreicher unterschiedlicher Akteure erforderlich, um schnellstmöglich die Gefahrensituation zu beseitigen und eine Anbindung zu schaffen. 

 

Mit freundlichen Grüßen gez. Dimitrios Axourgos

SPD- Fraktionsvorsitzender

 

Mit freundlichen Grüßen gez. Gabriele Stange 

 SPD - Ratsmitglied 

 

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