Rettungsdienstliche Versorgung im Iserlohner Norden

 Antrag zur Tagesordnung des Feuerwehrausschusses 

 

Sehr geehrter Herr Barth, 

namens der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn bitte ich um die Aufnahme des Tagesordnungspunktes 

Rettungsdienstliche Versorgung im Iserlohner Norden 

in die nächste Sitzung des Feuerwehrausschusses. 

Gleichzeitig bitten wir die Verwaltung, folgende Punkte zu prüfen und die Ergebnisse in der Sitzung vorzustellen: 

 

1. Zu welchem Prozentsatz werden die Hilfsfristen in der Notfallrettung für die Stadt Iserlohn eingehalten? 

2. Zu welchem Prozentsatz werden die Hilfsfristen in der Notfallrettung für den Iserlohner Norden eingehalten? 

3. Wie viele Einsätze fallen prozentual auf den Iserlohner Norden? 

4. Wie viele der Einsätze werden im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung vom Kreis Unna übernommen? 

5. Nach welchen Kriterien werden Stadtteile in „städtische“ und „ländliche“ Bereiche eingeteilt? 

6. In welcher Leitstelle geht der Notruf aus dem Iserlohner Norden ein? Wieviel Zeit nimmt eine mögliche Weiterschaltung bis zur Alarmierung des nächsten Rettungsmittels in Anspruch? 

7. Welche Dispositionszeit eines Notrufes sieht der Rettungsdienstbedarfsplan vor? 

 

Begründung

Als Träger des Rettungsdienstes ist der Märkische Kreis gesetzlich verpflichtet, einen Rettungsdienstbedarfsplan aufzustellen und alle vier Jahre fortzuschreiben. 

Hier sind die Eintreffzeiten geeigneter Rettungsmittel mit 8 Minuten im städtischen und 12 Minuten im ländlichen Bereich festgelegt. Die Zeiten beginnen mit dem Eingang der Notfallmeldung in der zuständigen Leitstelle. 

Der Erreichungsgrad in der Notfallrettung soll 90% betragen. 

Die Stadt Iserlohn unterhält nach diesem Plan u.a. eine Rettungswache, die in die Feuerwache an der Dortmunder Straße 112 integriert ist. 

Dem SPD Ortsverein Hennen / Kalthof wurde in der Vergangenheit mehrfach zugetragen, dass das Eintreffen des Rettungsdienstes nach einer Notfallmeldung im Iserlohner Norden unverhältnismäßig lange dauert. 

Ein Patient aus Rheinen hat kürzlich nach der Meldung eines medizinischen Notfalls mehr als 20 Minuten auf das Eintreffen des Rettungsdienstes warten müssen. 

 

Je nach Krankheits- oder Verletzungsmuster kann eine solche Zeitspanne ohne medizinische Versorgung zu schweren gesundheitlichen Folgeschäden oder zum Tod führen. 

Auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich in Hennen zwei Senioreneinrichtungen befinden und ebenso wie in Kalthof und Sümmern viele ältere Menschen wohnen und größere Unternehmen ihren Sitz haben, stellt sich die Frage inwieweit die rettungsdienstliche Versorgung für die 17000 BürgerInnen des Iserlohner Nordens ausreichend ist. 

 

Mit freundlichen Grüßen 

Gabriele Stange 

SPD - Ratsmitglied 

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