Anfrage zur Bücherversorgung von Kindern in den Randgebieten Iserlohns

Sehr geehrter Herr Dr. Ahrens,

der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Iserlohn e.V. hat in einem  Schreiben an die Fraktionen im Iserlohner Stadtrat darauf hingewiesen, dass speziell Kindern, die in Randgebieten Iserlohns aufwachsen, ein direkter Zugang zu Büchern fehlt. Der Bücherbus des Märkischen Kreises, der bis vor wenigen Jahren die Stadtteile in regelmäßigen Abständen aufgesucht hat, ist nicht mehr aktiv und die innerstädtischen Büchereien für die Kinder, die in den Randgebieten leben, meist nur schwer erreichbar.

Die SPD schließt sich der Einschätzung des Kinderschutzbundes an, dass es auch im Hinblick auf eine chancengleiche Bildungslandschaft die Möglichkeit geben sollte, dass Kinder sich in einer für sie erreichbaren Nähe Bücher ausleihen können.

Die SPD Fraktion bittet daher um die Prüfung und Beantwortung folgender Fragestellungen in dem dafür zuständigen  Fachausschuss:

  1. Welche Möglichkeiten, sich Bücher ausleihen zu können, bestehen derzeit für Kinder in den Randbezirken Iserlohns?
  1. Wäre es möglich für die Stadtteile, die über keine öffentliche Ausleihmöglichkeit für Kinder verfügen, erneut eine „Mobile Kinderbücherei“ einzuführen, die regelmäßig  festgelegte Standorte aufsucht oder alternativ an für alle Kinder zugänglichen Standorten, wie z. B. Schulen, Bürgerbüros, Gemeinderäumen und Kinder-freizeiteinrichtungen sog. „Büchertauschregale“ mit altersspezifischer Literatur einzurichten? Durch „Büchertauschregale“ finden Bücher nach dem Prinzip „Gib mir eins – nimm dir eins“ neue Leser, ohne Geld für neue Lektüre ausgeben zu müssen. Welche Standorte kämen dafür in Frage?
  1. Welche weiteren Möglichkeiten sieht die Verwaltung, Kindern den Zugang zu Büchern in den Randbezirken zu ermöglichen?

Mit freundlichen Grüßen

 

Gabriele Stange

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