Leserbrief zu : Paul Ziemiak kandidiert für den Bundestag

Im ganzen Land wird über die niedrige Wahlbeteiligung geklagt.

Wenn ich nun lese, dass Paul Ziemiak, der für die Iserlohner CDU im Rat sitzt, auf einmal auch noch im Wahlkreis Herne/Bochum 2, mit dem er noch nie etwas zu tun hatte, für den Bundestag kandidiert, dann wundere ich mich nicht mehr, dass Menschen sich von der CDU nicht ernstgenommen fühlen.

Wie soll jemand, der überhaupt keinen Bezug zu diesem Wahlkreis hat, zu den dort lebenden Menschen und bestehenden Strukturen, diesen verantwortlich vertreten?

Wie passt dazu die Aussage, dass er „so gut wie möglich die heimische Region auf lokal und bundespolitischer Ebene vertreten möchte“?

Vielleicht könnte man ihm zugutehalten, dass er eventuell aus mangelnder Erfahrung und ohne abgeschlossenes Studium einfach keine Vorstellung von Arbeitsbelastung hat.

Wie er allerdings Bürgern in Iserlohn und gleichzeitig im neuen Wahlkreis glaubwürdig erklären wird, dass er verantwortlich und zuverlässig als Vorsitzender der Jungen Union, Ratsmitglied in Iserlohn und gleichzeitig im Bundestag arbeiten wird, darauf bin ich sehr gespannt.

Für mich hat das bis jetzt den Anschein eines „unwürdigen Schacherns um Posten“. 

Dieses Verhalten wird weder den Menschen in Iserlohn noch denen im Wahlkreis Herne/Bochum 2 gerecht. Herne oder Iserlohn, entweder oder!

Eva Kitz 

Stadtverbandsvorsitzende

der SPD Iserlohn

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